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Rubens Barrichello feiert Jubiläum

"Man muss vom Unmöglichen träumen"

Barrichello Jubiläumsparty Foto: xpb 56 Bilder

In Spa feiert Rubens Barrichello seinen 300. Grand Prix. Vor dem Jubiläum blickt der Brasilianer auf seine Karriere zurück. In 18 Formel 1-Jahren hat sich das Ziel für den Rekordmann nicht verändert: "Ich will immer noch Weltmeister werden."

26.08.2010 Tobias Grüner

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und einer großen "300" auf dem T-Shirt wanderte Rubens Barrichello am Donnerstag (26.8.) durchs Fahrerlager von Spa. Der Rekordmann feiert in Belgien einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere. 300 Grands Prix - so viele Formel 1-Rennen kann noch kein anderer Pilot vorweisen. Auch durch die Tatsache, dass es nach der genauen Statistik erst 298 Starts in der Königsklasse sind, ließ sich der Williams-Pilot die gute Laune nicht vertreiben.

"Ich fühle mich toll. Ich bin heute in besserer Form, als im Alter von 18 Jahren", berichtet der 38-Jährige stolz. Sein Fieber für die Formel 1 ist ungebrochen. "Früher konnte mir die Sommerpause gar nicht lange genug sein. Heute vermisse ich das Autofahren schon nach einer Woche. Das hat auch meine Frau erschreckt. Sie glaubt, ich werde ewig fahren."

Karriereende für Barrichello noch nicht in Sicht

Ein Ende ist noch längst nicht in Sicht. Barrichello hat Spaß und befindet sich in der Form seines Lebens. Die Williams-Teamleitung lobt den Dauerbrenner aus Sao Paulo zu jeder Gelegenheit für seine Qualitäten bei der Weiterentwicklung des Autos. Und auch auf der Strecke hat der alte Hase nichts von seinem Speed verloren, was Nico Hülkenberg schon mehr als einmal in dieser Saison erfahren musste.

"Ich habe in jeder Saison dazugelernt und immer einen Schritt nach vorne gemacht", erklärt der Brasilianer. Von körperlichen Problemen keine Spur. "Mein Körper hat sich an das Autofahren gewöhnt. Früher hatte ich oft noch Rückenschmerzen. Die sind jetzt weg. Ich fühle mich, als könnte ich noch ein paar Jahre fahren. Aber vielleicht geht es mit 40 auch abwärts. Das weiß man nicht."

Keine Gedanken an Rücktritt

Barrichello will seine Karriere aber nicht unnötig in die Länge ziehen. "Ich habe nie daran gedacht zurückzutreten. Aber ich bin so ehrlich zu mir selbst, dass ich sofort Schluss mache, wenn ich merke, dass es sich nicht mehr so anfühlt wie vorher."

In der rennfreien Zeit hatte Barrichello noch einmal die Gelegenheit, seine Karriere Revue passieren zu lassen. "Ich habe alte Videokassetten von mir auf DVD überspielt. Ich habe mir bis fünf Uhr morgens alte Rennen angeschaut. Meine Frau und meine Kinder haben da längst geschlafen. Besonderen Spaß machte es, noch einmal die Bilder aus der Formel 3, der Formel Ford und der Formel 3000 zu sehen."

Barrichello: "Ich bereue nichts."

Seit der Anfangszeit seiner Karriere hat sich viel verändert. Barrichello ist nach eigener Auskunft ein ruhigerer Mensch geworden. "Ich habe jetzt eine andere Einstellung. Ich lebe nicht mehr in der Vergangenheit sondern in der Gegenwart." Zu seinem Jubiläum schaut er trotzdem noch einmal zurück: "Ich bereue nichts in meiner Karriere. Auch nicht die Zeit bei Ferrari. Ich habe überall was gelernt und hatte bei jedem Team eine gute Zeit."

An seinen Zielen hat sich über all die Jahre nichts verändert: "Auch wenn das für manche utopisch klingt: Ich will immer noch Weltmeister werden. Das war immer mein Traum. Mein Motto ist, dass man auch vom Unmöglichen träumen muss." Eine der besten Chancen auf den Titel hatte Barrichello bei Ferrari. Doch mit einem Michael Schumacher im gleichen Team, blieb Rubinho zumeist nur die Rolle als Nummer zwei. "Es wäre zu einfach zu sagen, dass ich bei anderen Voraussetzungen im Team Weltmeister geworden wäre", gibt der Brasilianer ehrlich zu.

Meinung über Barrichello hat sich verändert

In seiner Heimat Brasilien musste Barrichello viel Kritik dafür einstecken, dass er seine Rolle als Nummer zwei hinter Schumi akzeptiert hatte. Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt. "Ich habe das meinen Landsleuten offen und ehrlich erklärt. Die Meinung hat sich nun geändert. Ich erfahre nun viel mehr Anerkennung."

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