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Barrichello geht mehr Risiko

"Nicht viel schneller als mit dem Fahrrad"

Rubens Barrichello - GP Singapur - 23. September 2011 Foto: xpb 53 Bilder

Mit dem langsamen Williams will Rubens Barrichello mehr Risiko gehen, damit am Ende wenigstens ein paar WM-Punkte rausspringen. Bisher ging die neue Taktik aber noch nicht auf.

29.09.2011 Michael Schmidt

Wieder keine Punkte für Williams. Pastor Maldonado fuhr mit der logischen Strategie auf Rang elf. Rubens Barrichello sieht den einzigen Weg zu Punkten im Risiko. Der Brasilianer fuhr 31 Runden lang auf einem Satz Reifen. Und kam am Ende mit Mühe über die Runden.

Williams frisst zu viel Reifen

Die Lage von Williams ist unverändert. WM-Punkte sind wie ein Weihnachtsgeschenk. Pastor Maldonado schrammte in Singapur zum zweiten Mal in Folge knapp daran vorbei. Der Venezolaner fuhr wie in Monza auf Platz elf. Auch diesmal mit der Standardstrategie. Für Williams heißt das drei Stopps.

Das Auto beansprucht die Hinterreifen derart stark, dass ein Zweistopprennen auf einer Reifen mordenden Strecke wie Singapur schon sehr gewagt wäre. Mit der Reifenfolge supersoft-soft-supersoft-soft fehlten Maldonado im Ziel 8,679 Sekunden auf den rettenden zehnten Platz, den sich Sauber-Pilot Segio Perez mit einem Zweistopprennen hart erkämpft hatte.

Risiko-Strategie noch ohne Erfolg

Rubens Barrichello setzt seit Monza auf Risiko. "So habe ich die Hoffnung, dass vielleicht mal ein WM-Punkt herausspringt, wenn alles gut geht." In Italien kam der Brasilianer zu einem späten Stopp an die Box, um im Finale noch einmal mit den weichen Reifen Tempo zu machen. Mehr als Platz zwölf war aber nicht drin. Barrichello hatte als Opfer des Startcrashs zu viel Zeit in der ersten Runde verloren.

In Singapur verlor er den Platz an Maldonado bereits am Start. Er folgte dem Teamkollegen im Zweisekundenabstand und versuchte mit einer Alternativtaktik zum Erfolg zu kommen. "Der Plan war eigentlich, einen langen Mittelturn auf Soft zu fahren, um am Ende noch einmal auf Supersoft-Reifen auf ein Wunder zu hoffen. Rückblickend hätte mich auch diese Taktik nur auf Platz elf gebracht."

Safety-Car kommt Barrichello in die Quere

Das Safety-Car machte den Plan zunichte. Statt Barrichello sofort zum Reifenwechsel an die Box zu beordern, ließ Williams seinen Fahrer eine Runde länger auf der Strecke. Ein kluger Schachzug. "Wäre ich wie alle anderen an die Box gefahren, hätte mich Vettel dabei überrundet und ich wäre wie in Monte Carlo absolut chancenlos gewesen. Durch das Rauszögern des Stopps konnten wir das Überrunden verhindern, weil ich vor dem Safety-Car schneller fahren konnte als Vettel dahinter."

Der Reifenwechsel in Runde 30 bedeutete für den Williams-Piloten, dass der Satz der Marke "soft" bis ins Ziel halten musste. 31 lange Runden. Elend lang. Die letzten paar Umläufe schaffte Barrichello nicht mehr unter der Zweiminutengrenze. "Es wäre wahrscheinlich doch besser gewesen, noch einmal auf supersoft zu gehen, aber es hätte mir auch keine Punkte gebracht. Auf den ausgelutschten Reifen bin ich nur noch gerutscht. Ich war nicht mehr viel schneller als mit einem Fahrrad unterwegs."

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