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Rückschlag für Button und McLaren

"Kein siegfähiges Auto im ersten Rennen"

Jenson Button - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 21. Februar 2015 Foto: xpb 24 Bilder

Bei McLaren geht die Achterbahn weiter. Nach dem positiven Auftritt von Fernando Alonso am Freitag kämpfte Jenson Button nur 24 Stunden später wieder mit extremen Problemen. "Die Wende sollte jetzt schnell kommen", fordert der Brite.

21.02.2015 Tobias Grüner

Nur 24 Runden standen am Ende des Tages für Jenson Button in der Statistik. Erneut wurde der McLaren von einem Problem in der MGU-K ausgebremst. Auch die neue Version der überarbeiteten Dichtung funktionierte nicht wie geplant. Nun müssen sich die Ingenieure erneut etwas einfallen lassen, damit es am letzten Testtag in Barcelona besser wird.

Button erwartet nicht, dass Alonso am Sonntag plötzlich zum Kilometerkönig wird: "Es sollte besser als heute werden, aber wir werden wohl nicht 150 Runden drehen können." Mit gedrosselter MGU-K gab es für Button am Samstag nicht viel zu lernen: "Am Nachmittag konnten wir nur noch ein Basisprogramm fahren: Aero-Tests, Boxenstopps und Startübungen. Immerhin haben die Starts sehr gut funktioniert. Das ist schön zu sehen. Es gab ein paar positive Dinge, aber mir fehlen einfach noch Kilometer."

Button wirkte am Abend richtig geknickt. "Das war wohl einfach nicht mein Tag. Das war eine harte Testwoche für mich persönlich." Besonders ein Punkt bereitet dem Piloten Kummer: "Ich habe das Auto noch nicht am Limit bewegt." Teamchef Eric Boullier hatte am Vortag noch gesagt, dass McLaren 50 Prozent hinter dem Testplan liegt. "Wir sind jetzt also bei 43 Prozent", übte sich Button in Galgenhumor.

McLaren wird Probleme lösen

Noch ist der Optimismus aber vorhanden. Die Hoffnung gibt der Weltmeister von 2009 noch längst nicht auf: "Es sieht schlimmer aus als es ist. Wir werden die Probleme lösen. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Test auch die entsprechenden Kilometer sammeln. Damit wir mit Zuversicht ins erste Rennen gehen können."

Was die Aussichten für den Saisonstart angeht, will Button den Ball flachhalten. "Wir haben kein siegfähiges Auto beim ersten Rennen. Aber wir könnten eines beim letzten Rennen haben. Ich bin sicher: Man wird große Fortschritte von diesem Auto sehen. Es hat viel Potenzial, das momentan aber etwas schwer auszuschöpfen ist, weil wir nur in der Garage stehen und das Auto auseinander und wieder zusammenbauen.

Button weiß aber aus Erfahrung, dass man so früh in der Saison noch nicht aufgeben sollte: "Ich hatte schon einige harte Wintertests zuvor – auch bei McLaren. Ich erinnere nur an den Staubsauger-Auspuff 2010, der immer wieder auseinandergefallen ist. Es war öfter schwierig, aber meistens haben wir es noch umgebogen. Das ist eine aufregende Zeit, aber wir sollten jetzt schnell damit anfangen."

Button will volles Risiko und volle Power

Fragt man Button mit welcher Strategie McLaren ins erste Rennen gehen sollte – Risiko oder Ankommen - bekommt man eine interessante Antwort: "Die Sicht eines Fahrers unterscheidet sich in diesem Punkt sicher von dem, was das Team will. Als Fahrer will man immer aufs Ganze gehen und das bestmögliche Auto zur Verfügung haben. Ich würde gerne wissen, zu was dieses Auto fähig ist."

Was die Konkurrenz macht, interessiert Button aktuell nur am Rande. "Wir schauen momentan nicht auf die Welt um uns herum und konzentrieren uns auf uns selbst. Ich hatte zwar genug Zeit, auf die Monitore zu schauen, aber habe keine Ahnung, wie es aussieht. Ich denke Mercedes ist das schnellste Auto, wenn man sich die Longruns anschaut. Ferrari sieht stark aus. Williams ist schwer zu lesen. Insgesamt ist das Bild unklar. Mit den weichen Reifen werden manche eine Sekunde schneller und andere nur 4 Zehntel."

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