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Rundenzeiten-Vergleich GP Spanien

Warum waren die Autos so langsam?

Lewis Hamilton - GP Spanien 2015 Foto: xpb 35 Bilder

Die Rundenzeiten in Barcelona waren eine Enttäuschung. Nico Rosbergs Pole Position lag nur um 0,551 Sekunden unter dem Vorjahr. Obwohl die Autos mehr Abtrieb und die Motoren mehr Power haben. Wir analysieren, warum die Autos vergleichsweise langsam unterwegs waren.

15.05.2015 Michael Schmidt

Da hat die Formel 1 gerade so noch die Kurve gekriegt. Bis zum dritten freien Training waren die Autos in Barcelona langsamer als im Vorjahr. Stoffel Vandoorne wäre mit seinem GP2-Bestwert von 1.29,273 Minuten im Freitagstraining der Formel 1 auf Platz 14 gelandet.

Erst in der Qualifikation fielen die Rundenzeiten. Nico Rosbergs Pole Position von 1.24,681 Minuten lag um 0,551 Sekunden unter der Bestzeit von Lewis Hamiltons aus dem Vorjahr. Die stand bei 1.25,232 Minuten.

Autos nur leicht schneller im Qualifying

Am Samstag wäre Vandoorne mit seiner Zeit nur vor den beiden Manor gestanden. Auf Reifen, die um eine Stufe weicher waren als in der Formel 1. Und im Rennen rückte die Formel 1 das Kräfteverhältnis wieder einigermaßen gerade. Der Unterschied zwischen erster und zweiter Klasse betrug im Rennschnitt 182,060 km/h zu 170,592 km/h. Damit kann man leben.

Enttäuschender ist der Abstand zum Vorjahr. Eigentlich hatte man mit einer Verbesserung von 1,5 bis 2 Sekunden im Vergleich zu 2014 gerechnet. "Die Autos haben mehr Abtrieb, die Motoren mehr Leistung. Sie müssten unter normalen Umständen deutlich schneller sein", rechnete ein Mercedes-Ingenieur vor.

Force India-Technikchef Andy Green korrigiert: "Das trifft vielleicht auf Mercedes zu. Bei vielen anderen hat sich beim Abtrieb nicht viel getan. Die haben wegen der neuen Nasen-Regel eher Anpressdruck verloren."

Rennzeit langsamer als 2014

Im Vergleich der schnellsten Rennrunde ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei der Pole Position. Lewis Hamilton unterbot mit 1.28,270 Minuten Sebastian Vettels Rekord aus dem Vorjahr um 0,648 Sekunden.

Dafür ist der Vergleich der Gesamtzeit besorgniserregend. Hamilton legte vor einem Jahr die 66 Runden in 1:41.05,155 Stunden zurück. Um 7,4 Sekunden schneller als Nico Rosberg diesmal. Beide mit jeweils zwei Boxenstopps und den gleichen Reifenmischungen unterwegs. Das heißt, dass die aktuellen Autos im Schnitt um 0,112 Sekunden langsamer waren.

Das darf nach Adam Riese eigentlich gar nicht sein. Der Fortschritt war bislang nur in Melbourne erkennbar. Ab dann ging es bergab. Experten glauben, dass es etwas mit den Reifen und den Temperaturen zu tun hat. In Malaysia, und China war es heißer als 2014. Beim GP Spanien muss man differenzieren. Im Training lagen die Asphalttemperaturen mit 45 und 46 Grad in etwa gleich. Am Renntag kletterte das Thermometer in diesem Jahr um bis zu 14 Grad höher als bei der vorletzten Ausgabe des GP Spanien.

Teams wollen weichere Reifen

Die Ingenieure glauben, dass die 2015er Reifen empfindlicher auf Hitze reagieren. "Es fällt auf, dass wir mit steigenden Temperaturen überproportional auf die Vorjahreszeiten verlieren." Deshalb richten die Teams an Pirelli die Bitte, in Zukunft auf einigen Strecken weichere Mischungen zu bringen.

Einhellige Meinung im Fahrerlager: "In Barcelona hätten wir dieses Jahr locker mit soft und medium fahren können." Antwort von Pirelli-Sportchef Paul Hembery: "Dann hätte es drei oder vier Stopps gegeben. Das wäre den Teams auch nicht recht gewesen."

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