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Runder Tisch bei Mercedes

"Fahrer dürfen frei fahren"

Lewis Hamilton - Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Ungarn - 27. Juli 2014 Foto: Mercedes 19 Bilder

Nach dem GP Ungarn haben sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff, Technikdirektor Paddy Lowe, Motorenchef Andy Cowell und Niki Lauda in der Fabrik getroffen. Thema waren die verunglückte Order an Lewis Hamilton und die jüngste Defektserie. Ergebnis: Beide Fahrer dürfen weiter frei fahren.

02.08.2014 Michael Schmidt

Am Dienstag (29.7.2014) kamen die großen Vier von Mercedes in der Fabrik in Brackley zusammen. Am Tisch saßen Teamchef Toto Wolff, Technikdirektor Paddy Lowe, Motorenchef Andy Cowell und Niki Lauda. Wie sie es eigentlich fast immer nach einem Rennen tun.

Doch diesmal gab es keinen Sieg zu besprechen, sondern die turbulenten Ereignisse des GP Ungarn. Ganz oben auf der Agenda stand der Befehl an Lewis Hamilton, seinen Teamkollegen vorbeizulassen. Und die Entscheidung des Fahrers es nicht zu tun.

Paddy Lowe funkt in heiklen Situationen

Das Ergebnis wird die Fans freuen. Hamilton und Rosberg dürfen weiter frei fahren. Sollte eine Rennsituation einen Eingriff erfordern, weil dadurch der Sieg gefährdet ist, dann werden in Zukunft nicht die Renningenieure mit den Fahrern konferieren, sondern Technikchef Paddy Lowe als letzte Instanz. Das soll Missverständnisse vermeiden.

Freie Fahrt und Teaminteressen führen manchmal zu einem Widerspruch. Siehe Budapest. Grundsätzlich gilt aber, was Wolff schon nach dem GP Ungarn zu auto motor und sport sagte: "Den Befehl, dass der eine Fahrer den anderen vorbeilassen soll, wird es nicht mehr geben."

Ausnahmen bestätigen die Regel. Dann tritt Paddy Lowe auf den Plan. Eine solche Ausnahme könnte sein, wenn ein Fahrer aussichtslos zurückliegt, der Sieg des anderen aber gefährdet ist, weil das Renngeschehen oder die Boxenstopps den Zurückliegenden kurzfristig vor den anderen gespült haben. In Ungarn war das nicht der Fall. Da waren beide Mercedes-Fahrer im gleichen Rennen.

Mehr Fokus auf Details bei der Fehleranalyse

Niki Lauda macht in seiner Rennanalyse nicht die umstrittenen Funksprüche in den Runde 46 bis 50 für die Niederlage verantwortlich, sondern das, was schon vorher passiert ist. "Wir waren einfach im Rennen nicht stark genug. Und uns hat das Safety-Car dazwischen gefunkt. Da sollte sich Charlie Whiting vielleicht überlegen, wie man es vermeiden kann, dass das Rennen so verzerrt wird. Davor lief alles nach Plan. Nico hat das Feld mit sieben Sekunden Vorsprung kontrolliert."

In Brixworth ging es auch um die jüngsten Defekte. "Jeder Defekt ist einer zu viel. Die Fehler werden jetzt Schritt für Schritt abgearbeitet und analysiert. Paddy (Lowe) und Andy (Cowell) werden für das Chassis und den Motor ein Programm ausarbeiten, damit solche Fehler nicht mehr auftreten. Es wird in Zukunft noch mehr auf Details geachtet", sagt Lauda.

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