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McLaren gibt Gas

Runderneuter McLaren in Barcelona

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP China - 13. April 2013 Foto: McLaren 22 Bilder

McLaren hat sich wieder gesteigert. Nach Ansicht von Teamchef Martin Whitmarsh brachte der neue Auspuff zu wenig. Der WM-Dritte des Vorjahres legt die Hände nicht in den Schoß. Für den Europa-Auftakt in Barcelona kündigt McLaren eine Runderneuerung seines MP4-28 an.

13.04.2013 Michael Schmidt

In Melbourne lag McLaren noch 1,5 Sekunden hinter der Spitze. In Shanghai waren es nur noch sieben Zehntel. "Wir haben zwei Zehntel gefunden", stellte Jenson Button zufrieden fest. "Wir sind zwar immer noch weit weg, doch die Richtung stimmt." Teamchef Martin Whitmarsh kommentierte selbstkritisch: "Wir haben uns von den jüngsten Änderungen mehr versprochen."

McLaren-Windkanal mit Barcelona-Upgrade blockiert

Der McLaren MP4-28 präsentierte sich beim GP China mit einer neuen Auspuffposition und modifizierten Seitenkästen. Beide Änderungen entstanden aus dem Bauch heraus. "Wir haben sie nicht im Windkanal gestetet", gab Whitmarsh zu. "Aber weil wir jedes Rennen neue Teile ans Auto bringen wollen, haben wir halt mal aus der Hüfte geschossen."

Der McLaren-Windkanal ist zur Zeit mit einem wichtigeren Projekt voll belegt. Für den GP Spanien plant McLaren ein großes Facelift. Wie groß, Herr Whitmarsh? "Es wird sehr groß sein, und es wurde wieder nach unseren Standards entwickelt. Das heißt Vorarbeit im CFD und im Windkanal. Im Vergleich dazu, waren die bishertigen Änderungen eher klein." Um was genau es sich handelt, lässt der McLaren-Teamchef offen. Schwört McLaren in Teilen von seinem mutigen Konzept ab? Oder gibt es einen Zwitter zwischen MP4-28 und MP4-27? Alles ist möglich.

Reifen sind an der Misere mit schuld

Inzwischen hat sich der Verdacht bestätigt, dass die neuen Pirelli-Reifen an der Misere mit schuld sind. Sie verformen sich in der Kurve anders, als man das anhand der Windkanalmodelle erwarten durfte. Auch der Real-Test beim GP Brasilien 2012 führte McLaren in die Irre. Whitmarsh: "Pirelli gab uns damals bereits die neuen Konstruktionen, damit wir überprüfen können, wie der Reifen walkt. Mit unserem alten MP4-27 hatten wir in Bezug auf den Einfluss auf die Aerodynamik keinen großen Unterschied feststellen können. Möglicherweise haben wir uns dadurch täuschen lassen."

Das würde auch erklären, warum die 2013er Autos, die sich stark an die Vorjahresmodelle anlehnen, allesamt ungeschoren davonkamen. Als da wären Red Bull, Lotus, Ferrari und Mercedes. Und wer wie McLaren, Sauber oder Williams einen größeren Schritt gewagt hat, bekam die Quittung dafür.

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