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Safety-Car-Ärger

Neue Regeln sorgen für Zündstoff

Safety Car Phase GP Australien 2012 Foto: Daniel Reinhard 38 Bilder

Seit dieser Saison dürfen sich überrundete Piloten während einer Safety-Car-Phase wieder zurückrunden. Beim ersten Ernstfall ging in Australien allerdings noch einiges schief. Die FIA hofft, dass es nach einer Ermahnung in Malaysia zukünftig besser klappt.

04.04.2012 Tobias Grüner

Lange hat sich die FIA gegen eine Änderung der Safety-Car-Regeln gesträubt. Erst seit Saisonbeginn ist es überrundeten Piloten erlaubt, sich eine verlorene Runde während der Neutralisierung zurückzuholen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder heikle Situationen gegeben, wenn sich beim Neustart plötzlich mehrere langsame Autos ganz vorne im Feld wiederfanden.

Mit der neuen Regelung soll das Feld in die richtige Reihenfolge gebracht werden, bevor das Rennen wieder freigegeben wird. Um zu gewährleisten, dass die Hinterbänkler gefahrlos an den anderen Autos vorbeifahren können, verbietet die Rennleitung ab einem bestimmten Punkt das Aufheizen der Reifen und der Bremsen. Doch das funktionierte beim ersten Ernstfall in Australien nicht.

Keine Kooperation in der Safety-Car-Phase

"Das gab einige heiße Situationen", berichtet Timo Glock, der sich im Marussia am Feld vorbeischieben wollte. "Heikki (Kovalainen) wäre vor mir einmal beinahe abgeschossen worden. Die anderen Fahrer haben da leider überhaupt nicht kooperiert."

Unter den Piloten, die den Hinterbänklern im Weg standen, war offenbar auch Kimi Räikkönen. "Er sich ganz überrascht am Funk gemeldet, dass während der Safety-Car-Phase plötzlich Autos an ihm vorbeifahren wollten", gab Lotus-Teamchef Eric Boullier nach dem Rennen zu. "Wir haben ihm das Procedere dann noch einmal genau erklärt."

Dabei hatte Rennleiter Charlie Whiting die Regeln eigentlich schon im Vorfeld klar formuliert: "Nachdem wir den Überrundeten die Erlaubnis zum Überholen geben, müssen alle anderen auf der Ideallinie bleiben - wenn es nicht anders geht", erklärt der FIA-Mann. "Damit wissen die Fahrer, die sich zurückrunden, wo sich die Führungsautos auf der Strecke befinden sollten."

Nur unter bestimmten Umständen soll es den Überrundeten Piloten nicht erlaubt werden, am Rest des Feldes vorbeizufahren. "Zum Beispiel, wenn die Sicht schlecht ist", so Whiting. Nach den Problemen in Melbourne wurde das Thema im Fahrermeeting von Malaysia noch einmal angesprochen. Die FIA hofft, dass die Piloten künftig besser kooperieren.

Glock verliert möglichen 13. Platz

Für Timo Glock war das Fehlverhalten der Konkurrenten doppelt ärgerlich. "Es hat so lange gedauert, an den anderen Autos vorbeizukommen, dass ich es danach nicht einmal mehr geschafft habe, wieder hinten ans Feld anzuschließen." Nach Aussage von Rennleiter Whiting sollte das Safety-Car eigentlich solange draußen bleiben, bis das Feld wieder lückenlos zusammen ist. In Australien wurde aber schon deutlich früher wieder begonnen.

"Mich hat das leider einen Platz gekostet", erklärt Glock. "Da ich erst halb um die Strecke herum war, hat mich die Spitze bis zum Rennende wieder eingeholt. Ich habe die Runde dadurch direkt wieder verloren. Wäre ich in der gleichen Runde wie die Ersten ins Ziel gekommen, hätte ich mir noch Rang 13 von Maldonado geschnappt, der ja in der letzten Runde seinen Unfall hatte."

Ob Platz 13 oder 14 sieht für den Betrachter auf den ersten Blick unbedeutend aus. Doch 2011 haben die 13. Plätze am Ende den Ausschlag über die Verteilung der letzten drei Plätze im Konstrukteurspokal gegeben. Caterham - damals noch Lotus - entschied den Dreikampf mit drei 13. Plätzen gegen HRT (ein 13. Platz) und Marussia (kein 13. Platz) für sich und sicherte damit Platz zehn in der Teamwertung. Und erst ab Platz zehn gibt es bekanntlich die begehrten Millionenprämien von Bernie Ecclestone.

In unserer Fotogalerie zeigen wir Ihnen noch einmal Safety-Cars aus verschiedenen Rennserien weltweit.

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