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FIA reagiert auf Rosberg-Panne

Safety-Car GP Japan Foto: Daniel Reinhard 72 Bilder

Der Weltverband hat auf die Rosberg-Panne mit dem Safety Car beim GP Japan reagiert. Die Software der Standardelektronik wurde so umprogrammiert, dass die Teams selber entscheiden können, welche Anzeige auf dem Display erscheint.

15.10.2009 Michael Schmidt

Tatort Suzuka: Wegen des Crashs von Jaime Alguersuari rückt das SafetyCar aus. Alle Fahrer bis auf Nico Rosberg halten sich an die so genannte Countdownzeit. Die spielt jedem Piloten ab dem Moment, an dem das Safety-Car auf die Strecke geht, die Restzeit auf das Display, die er von seinem augenblicklichen Standort bis zur Boxeneinfahrt einhalten muss. Die entspricht ungefähr 120 Prozent einer Runde im Renntempo.

Rosberg profitiert von Software-Fehler

Nico Rosberg überschritt in Suzuka diese Tempobegrenzung. Vor der Serie der zweiten Tankstopps lag der Williams-Pilot auf Rang acht. Danach ging er als Fünfter auf die Rennstrecke zurück. Nick Heidfeld, Rubens Barrichello und Jenson Button fühlten sich um je einen WM-Punkt betrogen. Die Sportkommissare sprachen Rosberg nach Durchsicht der Fakten frei.

Rosberg sah auf seinem Bildschirm im Cockpit nicht die Countdownzeit sondern die Warnung "Benzin auf Reserve". Die kommt automatisch, wenn der Sprit höchstens noch eine Runde lang reicht. Die Programmierer der MES-Standardelektronik hatten in der Prioritätenliste die Benzinwarnung höher eingestuft als den Safety-Car-Sicherheitsmodus. Fazit: Weder Rosberg noch Williams konnten etwas dafür. Also Freispruch.

Teams ab sofort selbst verantwortlich

Ab dem GP Brasilien gibt es keine Ausreden mehr. Die Software der Standardelektronik wurde so geändert, dass jedes Team die Prioritäten der Nachrichten auf dem Display frei wählen kann. Wer jetzt der Warnung "Benzin auf Reserve" mehr Bedeutung bemisst als der Countdownzeit, der ist selbst schuld, sollte es dann zu einer Übertretung kommen.

Nach Berechnungen der FIA hat Rosberg in Suzuka durch das Nichteinhalten der Restzeit gerade mal 1,5 Sekunden gewonnen. Er hat damit Nick Heidfeld den fünften Platz weggenommen, wäre aber auf jeden Fall vor den beiden Brawn GP-Fahrer auf die Strecke zurückgekehrt. Somit wurde der Ausgang der Weltmeisterschaft durch diese Fehlprogrammierung nicht beeinflusst.

Ein Protest der betroffenen Teams hätte wenig Sinn gemacht. Das Einhalten der Countdownzeit ist ein Gentlemans Agreement und nicht Teil des Sportgesetztes. "Williams wäre in die Berufung gegangen und hätte sie vermutlich auch gewonnen", hieß es aus FIA-Kreisen.

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