Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Safety-Car-Probleme in Singapur

Di Grassi fordert neue Safety-Car-Regel

Lucas di Grassi Foto: xpb 32 Bilder

Lucas di Grassi stand beim GP Singapur im Blickpunkt. Der Virgin-Pilot war nicht nur der bestplatzierte Pilot der neuen Teams, er zog sich auch den Ärger von Mark Webber zu, als er beim Re-Start nach der zweiten Safety-Car-Phase im Weg stand und Lewis Hamilton die Chance zum Angriff gab.

27.09.2010 Michael Schmidt

Lucas di Grassi stocherte im Pavillon seines Teams in einer Schale Nudeln herum, als im Rest des Fahrerlagers eine Szene heiß diskutiert wurde, die Lewis Hamilton die Weltmeisterschaft kosten kann. Und di Grassi steckte dabei mittendrin.

Di Grassi bremst Webber

In der zweiten Safety-Car-Phase, die durch den Unfall von Kamui Kobayashi ausgelöst worden war, hingen die beiden überrundeten Virgin von Timo Glock und Lucas di Grassi mitten im Pulk der Superstars. Vorne Alonso und Vettel, dahinter Webber und Hamilton.

Beim Re-Start wollten die WM-Kandidaten Webber und Hamilton so schnell wie möglich an den beiden Hindernissen vorbei. Während Glock zur Seite wich, fuhr sein Teamkollege bis Kurve fünf Kampflinie. "Timo hat fair Platz gemacht", schäumte Webber, "aber dieser Di Grassi hat geträumt. Ich war hinter ihm eingequetscht und konnte Lewis förmlich in meinem Rücken spüren, wie er über mich herfallen wollte."

Di Grassi verteidigte sich: "Timo und ich haben selbst um einen Platz gekämpft. Es ist nicht so einfach auf deinen Gegner und gleichzeitig in den Spiegel zu schauen. Jede Kurve will einer an dir vorbei. Ich kann nicht einfach von der Linie runter auf den Dreck ausweichen. Bis ich die Reifen danach wieder sauber gefahren habe, vergehen zwei Runden, in denen ich zwei bis drei Sekunden verliere."

Alte Regel neu aufleben lassen

Der Brasilianer schlägt deshalb eine Regeländerung vor. "Es wäre besser, wenn man vor dem Re-Start die Überrundeten am Safety-Car vorbeiwinkt, so dass sie hinten wieder ans Feld aufschließen können. Dann haben die an der Spitze freie Fahrt und müssen sich nicht beschweren." Di Grassis Idee ist nicht neu. Bis vor zwei Jahren wurden die Überrundeten vor einem Neustart aussortiert. Weil der FIA dieser Prozess zu lange dauerte, hat man darauf wieder verzichtet.

Bei der Kollision zwischen Webber und Hamilton will Di Grassi keine Schuld zuweisen, obwohl er erste Reihe Mitte saß: "Ich würde sagen, es war ein normaler Rennunfall. Aber so genau habe ich es nicht gesehen, weil ich mit mir selbst zu tun hatte. Von hinten kamen ja weiter Autos angeflogen."

Di Grassi landet in Singapur auf Platz 15

Für Di Grassi endete der GP Singapur wenigstens noch mit einem Erfolgserlebnis. Als 15. war er der bestplatzierte Pilot der neuen Teams. Für ihn selbst war es das zweitbeste Resultat nach dem GP Malaysia, wo er als 14. ins Ziel kam. Der Virgin-Pilot profitierte vom Ausfall von Heikki Kovalainen, mit dem er eine Zeitlang gekämpft hatte. Das zweite Safety-Car sprengte das Duo. "Es kam genau zwischen Heikki und mir auf die Strecke. Heikki konnte eine Runde gutmachen, ich verlor eine Runde."

Immerhin war Virgin in Singapur ein Gegner für Lotus. "Das Facelift hat sich bewährt, obwohl wir in Singapur erst 50 Prozent davon an Bord hatten. Der Rest kommt in Suzuka. Dann sollten wir gegen Lotus eine Chance haben."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden