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Sainz mit Respekt vor dem Monster Suzuka

"Wie sechs Mal Pouhon mit Kiesbett"

Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 25. September 2015 Foto: Wilhelm 71 Bilder

Carlos Sainz ist beeindruckt. Sein erster Besuch in Suzuka hat ihm Respekt eingeflößt. Der Spanier tastete sich vorsichtig an das Monster heran. Zu Fuß, im Jogging-Schritt, im Mietauto und im Toro Rosso im Regen. Die nächste Steigerung wartet im dritten Training.

25.09.2015 Michael Schmidt

Der Teamkollege hat einen Vorteil. Max Verstappen hat Suzuka schon im letzten Jahr im einem Training kennengelernt. Für Carlos Sainz ist es die erste Begegnung mit einer Rennstrecke, die selbst Veteranen wie Jenson Button und Sebastian Vettel als "die schwierigste im Kalender" bezeichnen. Der Toro Rosso-Pilot tastete sich Schritt für Schritt an die Aufgabe heran. "Ich bin die Strecke abgelaufen, gejoggt und habe sie im Mietauto abgefahren."

Sein erster Eindruck: Suzuka ist in Wirklichkeit noch eine Spur dramatischer als im Simulator. "Da kriegst du gar nicht mit, wie stark bergauf und bergab es geht. Und wie klein die Auslaufzonen sind. Und dass neben der Strecke meistens Kies und Gras und nicht Asphalt ist. Hier gibst du nicht gleich Vollgas."

Bestzeit im ersten Training für den Rookie

Von allen Rennstrecken, die Sainz in seiner Karriere bislang gefahren ist, war Macau die verrückteste. "Dann kamen Spa und Silverstone. Aber ich glaube Suzuka reiht sich vor Spa ein. Die S-Kurven im ersten Sektor erinnern mich an sechs Mal Pouhon mit einem Kiesbett außen dran." Pouhon ist die legendäre Doppel-Links in Spa, die mit 250 km/h gefahren wird.

Der Suzuka-Neuling führte sich gleich mit einer Bestzeit im ersten Training ein. Sainz war mit den richtigen Reifen zur richtigen Zeit an richtigen Ort. Im zweiten Training passte das Timing nicht mehr so gut. Platz 8 mit 2,1 Sekunden Rückstand auf Daniil Kvyat, den Schnellsten der zweiten Sitzung.

Der erste Eindruck des Toro Rosso-Pilot aus der Cockpitperspektive: "Die Kurven und Bremspunkte sind fast alle blind. Und es war im Regen schwer die Referenzpunkte an Streckenrand zu finden, die ich mir nach dem Studium der Bordkamera-Aufnahmen gemerkt hatte."

Nur eine Stunde Zeit für alle Aufgaben

Sainz erwartet nun mit Spannung den letzten Schritt der Prüfung. Suzuka im Renntempo auf trockener Bahn. Dann wenn die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf 225 km/h klettern. "Das wird noch einmal eine andere Dimension. Die Kurven werden noch rascher auf mich zufliegen. Ich schätze, dass sie im Schnitt um 60 km/h schneller gehen."

Zum Lernen bleibt Sainz genau eine Stunde Zeit. Dazu Rennsimulationen. Quali-Übungen und Setup. "Ich weiß gar nicht, wie ich das alles in eine Stunde packen soll. Meine Kollegen fahren schon Jahre hier, und ich muss durch einen Crash-Kurs."

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