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Sainz und Verstappen in dritter Reihe

Toro Rosso besser als Red Bull

Max Verstappen - Toro Rosso - GP Spanien - Barcelona - Qualifying - 9.5.2015 Foto: xpb 75 Bilder

Toro Rosso war im Qualifying zum GP Spanien 2015 das drittschnellste Team. Daraus resultierte die dritte Startreihe für Carlos Sainz und Max Verstappen. Den großen Bruder Red Bull ließ man klar hinter sich.

09.05.2015 Andreas Haupt

Toro Rosso ist in Barcelona das A-Team im Red Bull-Haus. Trotz des großen Updates-Pakets beim großen Bruder mit neuer Nase und neuem Frontflügel fuhren Carlos Sainz und Max Verstappen im Qualifying den Red Bulls um die Ohren. Daniil Kvyat (8.) und Daniel Ricciardo (10.) fehlten über eine halbe Sekunde auf die schnellste Zeit von Sainz, der Platz fünf belegte "Es ist eine Überraschung, vor Red Bull zu stehen. Eigentlich sind sie ja schneller als wir", kommentierte der junge Spanier.

Barcelona liegt Toro Rosso

Mit Rang sechs komplettierte Verstappen die beste Team-Quali-Leistung des Jahres für das Team mit Sitz im italienischen Faenza. "Wir haben Red Bull in der puren Performance auf eine Runde geschlagen. Dazu haben wir je einen Williams und Ferrari hinter uns gehalten. Das ist wirklich stark", befand der jüngste Formel 1-Pilot der Geschichte.

In Bahrain wurde Toro Rosso noch unter Wert geschlagen. Die Wüstenstrecke mit ihren langen Geraden passte nicht zum Auto. Dafür der Circuit de Barcelona-Catalunya umso mehr. Dem STR10 schmecken die schnellen Kurven und Richtungswechsel. In den Freien Trainings platzierten sich beide Fahrer jeweils in den Top 10. Und unterstrichen damit ihre Ambitionen auf einen Top-10-Platz, auch wenn Sainz noch etwas mit dem Auto haderte.

Die Hürden Q1 und Q2 nahmen sowohl Sainz als auch Verstappen locker. In Q3 setzte sich dann Sainz durch und übernahm im Teamduell mit 3:2 die Führung. "Man kann von uns nie mehr als den fünften Platz erwarten. Es war mein Tag. Ich habe alles gegeben, was ich konnte und eine perfekte Runde hingelegt. Es fühlt sich wie eine Pole an."

Verstappen nur mit 95-Prozent-Runde

Verstappen beklagte im finalen Durchgang ein etwas untersteuerndes Auto. "In FP3 hatte sich das Auto ein bisschen besser angefühlt." Der Niederländer übte aber auch Selbstkritik: "Ich habe nicht die beste Balance gefunden und nicht alles zusammengebracht. Meine Runde war nicht 100, sondern nur 95 Prozent gut."

Taktisch gingen die beiden Piloten den letzten Qualifying-Teil unterschiedlich an. Verstappen rückte zunächst mit einem gebrauchten Satz Mediums aus. "Ich wollte die Balance des Autos nochmal checken.“ Sainz verzichtete auf den Extra-Run und konzentrierte sich stattdessen voll auf eine Chance. "Ich habe relaxt und bin die Strecke nochmal im Kopf durchgegangen."

Für das Rennen geben sie sich keinen Illusionen hin. "Platz fünf und sechs zu halten, dürfte schwer werden. Räikkönen mit Ferrari hat eine super Race-Pace, Williams einen sehr guten Topspeed, und dann sind ja auch noch die Red Bull da", meint Sainz, den aber eine verbesserte Balance im Vergleich zu gestern optimistisch stimmt. "Mein Longrun gestern hatte mir nicht gefallen. Auch in FP3 hat das Auto noch nicht gepasst. Es gab viele kleinere Probleme, die sich addiert haben. Aber jetzt passt es." Verstappen ergänzt kämpferisch: "Die anderen müssen uns erst einmal überholen."

Ein Problem könnte allerdings der Motor werden. Renault fährt wegen der vielen Schäden mit konservativen Kennfeldern, was sich in der Leistungsabgabe widerspiegelt. Sainz und Verstappen sind wie ihre Red Bull-Kollegen bereits bei Motor Nummer vier angekommen. Im Rennen dürfte sich dieser Umstand bemerkbar machen gegenüber den Mercedes- und Ferrari-Aggregaten.

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