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Saison 2008

Sieben Deutsche auf einen Streich?

Foto: dpa 28 Bilder

Im Jahr eins nach Rekord-Weltmeister Michael Schumacher sind deutsche Rennfahrer so begehrt wie nie zuvor. Im allergünstigsten Fall könnte in der kommenden Formel-1-Saison sogar ein Septett ein Cockpit in der Königsklasse des Motorsports ergattern.

21.07.2007

Nico Rosberg und Adrian Sutil sind für 2008 fix bei ihren Teams. Nick Heidfeld und BMW-Sauber müssen nur noch Kleinigkeiten klären. Ralf Schumacher schwört, "auch im nächsten Jahr hundertprozentig dabei" zu sein. Sebastian Vettel ist ein heißer Kandidat; Timo Glock und Nürburgring-Debütant Markus Winkelhock rechnen sich ebenfalls Chancen aus. Doch die Zeit drängt: Es sind kaum noch Plätze frei.

Ralf Schumacher fuhr bei Toyota bereits unter Bewährung. Inzwischen sind die Aktien des 32-Jährigen bei seinem Arbeitgeber wieder gestiegen. "Er ist ein sehr starker Rennfahrer, sehr schnell", sprach Motorsportpräsident John Howett dem in die Schusslinie geratenen Schumacher generell die Qualitäten für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zu. Dieser werde "auf jeden Fall" bis zum Saisonende im TF 107 sitzen. Offen sei nur die Zukunft.

Schumacher mit mehreren Optionen

Diesbezüglich macht sich Schumacher keine Sorgen. "Ich fahre auch 2008 in der Formel 1", versicherte er vor dem Großen Preis von Europa am Sonntag zum wiederholten Mal. Neben einer Vertragsverlängerung bei den Japanern mit wahrscheinlich erheblichen finanziellen Einbußen ist Toro Rosso eine zweite Option für den auf 14 Millionen Euro Jahresgehalt taxierten Großverdiener. Teammitbesitzer Gerhard Berger schätzt den Wahl-Österreicher; Teammanager Franz Tost kümmerte sich um ihn vor Jahren als Betreuer. Einen wichtige Fürsprecher hat Schumacher zudem in Bruder Michael. "Niemand verlernt über Nacht das Autofahren, Ralf schon gar nicht", sagte der Renn-Rentner. Er sei sich "ganz sicher", dass sein Bruder nächstes Jahr Formel 1 fahre.

Solchen Beistand benötigt Heidfeld nicht. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Münchnern ist nur noch Formsache. Beide Seiten haben nach einigem Hick-Hack versichert, dass sie miteinander weiter machen wollen. Ihn schon nächstes Jahr durch den von BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen geförderten Nachwuchsmann Vettel zu ersetzen, brächte das Team nicht weiter. Heidfeld kann sich seiner Sache sicher sein: "Ich mache mir keine Sorgen."

Rosberg und Sutil auf dem Weg nach oben

Definitiv keine Sorgen machen müssen sich Rosberg und Sutil. Beiden Talenten winkt für die Zukunft eher der Sprung zu einem Top-Team. Um den Sohn des Weltmeisters 1982, Keke Rosberg, rankten sich schon vor kurzem wilde Gerüchte, er könnte bald Kimi Räikkönen bei Ferrari ersetzen. Teamchef Frank Williams erklärte den 22 Jahre alten Renn-Twen aus Wiesbaden für unverkäuflich: "Ich werde Nico auf keinen Fall 2008 abgeben." Frühestens ein Jahr später könnte Rosberg wechseln, sofern Williams-Toyota in der Konstrukteurs-WM unter einer festgelegten Platzierung bleiben sollte. Spyker hat Sutil ebenfalls fest an sich gebunden. Der Hobby-Pianist aus Gräfelfing hofft darauf, später bei einem großen Team den Ton angeben zu können.

Nächstes Jahr überhaupt bei der Musik dabei zu sein, hoffen die drei Testpiloten Vettel, Glock und Winkelhock. Berger erklärte, Vettel sei neben dem Franzosen Sebastien Bourdais ein ernsthafter Kandidat. Sollte Toro Rosso seine Option auf den ChampCar-Champion bis Ende Juli nicht einlösen, scheint ein Vertrag für den jungen Heppenheimer garantiert. Mit dem Punktgewinn bei seiner Grand-Prix-Premiere für BMW-Sauber in den USA hat der Jungspund sein Potenzial bewiesen und beste Eigenwerbung betrieben.

Glock und Winkelhock müssen hoffen

Timo Glock, der zweite BMW-Testfahrer, könnte bei Williams-Toyota den Österreicher Alexander Wurz verdrängen. Der Spitzenreiter der GP2-Klasse holte bei seinen vier Grand-Prix-Starts 2004 für Jordan zwei Punkte. Winkelhock muss auf dem Nürburgring überzeugen und zudem reichlich Mitgift auftreiben, um bei Spyker für mehr als ein Rennen Stammpilot bleiben zu dürfen.

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