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Saison ohne Spionage-Affäre

Foto: Wolfgang Wilhelm

Auf der PS-Bühne soll in diesem Jahr kein Platz mehr für die "Formel 007" sein. Nachdem vor zwölf Monaten die Spionage-Affäre schon nach dem Auftaktrennen ihre Schatten vorausgeworfen hatte, schließen die Teamverantwortlichen diesmal einen Wiederholungsfall aus.

18.03.2008

"Bei McLaren ist dies vollkommen unwahrscheinlich", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Die Vorfälle des letzten Jahres und insbesondere deren Konsequenzen sollten bei allen Teams und deren Mitarbeitern die Sinne geschärft haben", meinte sein BMW-Amtskollege Mario Theissen. "Know-how, das in einem anderen Team entstanden und finanziert worden ist, gehört dem Team und darf nicht transferiert werden."

Gegenmaßnahmen der Teams

Christian Horner von Red Bull hofft ebenfalls, dass es keine weiteren Affären geben wird, nachdem auch Ex-Weltmeister Renault, der Red Bull die Motoren liefert, vors Sportgericht zitiert worden war. Ein Ingenieur hatte bei seinem Wechsel zu Renault Informationen von McLaren mitgenommen. Bestraft wurden die Franzosen nicht. McLaren-Mercedes waren hingegen nach dem Skandal um die Ferrari-Daten alle Konstrukteurspunkte abgezogen worden, der Rennstall musste 100 Millionen Dollar Strafe zahlen. "Ich bin mir sicher, dass alle Teams weitere Maßnahmen getroffen haben, um solche Nachspiele zu vermeiden", sagte der Teamchef der "Roten Bullen".

"Spionage-Affären sind auch nichts Neues in der Formel 1, aber früher sind Zeichnungen nicht in einem öffentlichen Copy-Shop vervielfältigt worden", sagte Toro Rosso-Teamchef Franz Tost. Der Skandal um die Ferrari-Unterlagen im Besitz des ehemaligen McLaren-Chefdesigners Mike Coughlan war aufgeflogen, weil ein Mitarbeiter eines Kopierladens Ferrari über den Vorgang informiert hatte. Coughlans Gattin hatte die Infos dort kopieren lassen.

Warnsignal der FIA

Die harte Strafe gegen McLaren-Mercedes sollte ein Warnsignal für alle sein. "Ich glaube, die Leute wissen jetzt, dass man das nicht tun kann", sagte der Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA, Max Mosley, jüngst dem österreichischen Sender ORF. Auch er ist überzeugt, dass die Hauptdarsteller der Formel 1 nur noch auf der sportlichen Bühne agieren werden. "Jeder weiß, dass eine Wiederholung gefährlich wäre, sowohl was die Sanktionen als auch die Konsequenzen betrifft", wurde er nun von der italienischen "Gazzetta dello Sport" zitiert.

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