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Saison-Rückblick 2012: Tops & Flops des Jahres

Tops und Flops F1 2012

Es war die längste Formel 1-Saison aller Zeiten. 20 Rennen, 6.085 km, 252 Tage und ein Krimi wie ihn der Sport in 63 Jahren noch nie erlebt hat. Auch sonst gab es Kuriositäten und Rekorde aller Art.

Jede Formel 1-Saison hat ihre Rekorde. Das bezieht sich nicht immer nur auf Zahlen. Dass der schnellste Grand Prix jedes Jahr in Monza und das langsamste Rennen in Monte Carlo stattfindet, ist keine große Überraschung. Es gibt aber auch Bestleistungen, Pannen und Kuriositäten, die ein Jahr prägen. Zum Beispiel den Vertrag des Jahres, den Kimi Räikkönen bei Lotus ausgehandelt hatte. Der Finne bekam pro WM-Punkt eine Prämie von satten 50.000 Dollar. Leider hatte die Gegenseite vergessen, diese Prämie zu deckeln. Normalerweise schütten Fahrerverträge über 100 Punkte nichts mehr aus. Bei Kimi zählte jeder Punkt. Und es waren am Ende 207.

Grosjean ist Crashpilot des Jahres

Der Finne taucht noch mehrmals in unserer Hitliste der Tops und Flops auf. Er lieferte den Spruch des Jahres, er legte die meisten Kilometer zurück, und keiner hat sich so schön verfahren wie der Weltmeister von 2007. Beim Finale versuchte Räikkönen nach einem Ausrutscher durch die Boxengasse für die Rahmenrennen zu entkommen. Leider war das Tor zurück zur Strecke am Ende dieser hohlen Gasse zu. "2001 war es noch offen", grinste Kimi. "Ich werde dafür sorgen, dass es nächstes Jahr auch wieder aufgemacht wird."

Pastor Maldonado war definitiv der Überraschungssieger der Saison. Heikki Kovalainen dagegen der Absteiger. Der Finne kämpft nach drei Jahren bei Caterham um seinen Verbleib in der Formel 1. Romain Grosjean darf weiter in der Königsklasse fahren, obwohl er mehr Unheil anrichtete als jeder andere Pilot. Dafür zahlte er auch mehr als jeder andere Pilot in die FIA-Kasse. Nämlich 50.000 Dollar. Genau so viel, wie Teamkollege Räikkönen für einen WM-Zähler bekam.

Michael Schumacher widerfuhr auf seine alten Tage beim GP Ungarn die Panne des Jahres, als er sich auf dem falschen Startplatz einreihte und dann auch noch den Motor abstellte. Das Ärgernis des Jahres war die Twitterfreudigkeit gewisser Piloten. Lewis Hamilton verbreitete Telemetrieausdrucke im Netz. Auch Fernando Alonso war seinem Arbeitgeber Ferrari manchmal zu mitteilsam. Sergio Perez verriet via Twitter ein schlecht gehütetes Geheimnis seines Teams, nämlich dass sein Landsmann Esteban Gutierrez bei den Schweizern für 2013 unterschrieben hat. Lassen Sie die Saison 2012, ihre Höhepunkte und Pleiten noch einmal in unserer Fotoshow Revue passieren.

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Michael Schmidt

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