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Saisonausblick

Renault liegt vorn

Foto: dpa

Bei der Zeitenanalyse der Barcelona-Tests schneidet Renault am besten ab. Sechs Wochen vor Saisonbeginn sind allenfalls Ferrari und Honda den Weltmeistern auf den Fersen. Die Sorgenkinder sind Red Bull und McLaren-Mercedes.

30.01.2006 Markus Stier

Vergessen wir einmal das Blendwerk einzelner schneller Runden mit leeren Tanks in der abgelaufenen Testwoche in Barcelona. Bei der Betrachtung der Bestzeiten mit ordentlicher Benzinladung und der Analyse der Dauerläufe zeigt sich: Das Weltmeister-Team Renault ist auch zum Saisonbeginn 2006 bestens präpariert.

Am Donnerstag (26.1.) trafen erstmals alle wichtigen Neukonstruktionen aufeinander. Es war der bisher einzige Testtag in diesem Winter, bei dem alle Teams unter annähernd gleichen Bedingungen auf der Strecke waren. Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella absolvierten Dauerläufe mit dem Renault R26, der am Dienstag (31.1.) offiziell vorgestellt wird. Alonso fuhr im Schnitt Rundenzeiten von 1:18,4 Minuten, Teamkollege Fisichella war nur eine Zehntelsekunde langsamer. Beide hatten für zwölf Runden Benzin an Bord.

Schumi: schwer und trotzdem schnell

Sprit für 15 Runden führte gar Michael Schumacher im Ferrar 248 F1 mit, als er mit einem Durchschnitt von 1:18,7 Minuten Rang drei belegte. Beeindruckend die Frühform der Honda. Einen Tag nach dem Debüt kamen Rubens Barrichello und Jenson Button bereits auf einen Rundendurchschnitt von 1:18,8 Minuten. Allerdings fuhr Barrichello nur sechs Runden in Folge, bei Button waren es neun.

In ordentlicher Verfassung zeigte sich noch BMW. Nick Heidfeld war bei einem Sieben-Runden-Turn in 1:19,0 Minuten Fünftschnellster. Teamkollege Jacques Villeneuve fuhr zu Wochenbeginn nicht schlecht, doch lag weniger Gummi auf der Bahn und der Vergleich zur Konkurrenz fehlte.

Am Montag (30.1.) ruht der Testbetrieb. Lediglich Williams fährt zwecks Filmaufnahmen in Valencia. Am Dienstag stoßen dann die anderen Topteams dazu.

Red Bull: Lebensdauer vier Runden

Sowohl über eine schnelle Runde als auch bei den Longruns sind die Toyota nicht in Form. Wegen schwächelnder Motoren hinkt auch McLaren-Mercedes deutlich hinterher. Die größte Baustelle aber ist der Red Bull-Ferrari. Wegen thermischer Probleme am RB2 kann David Coulthard zur Zeit kaum mehr als vier Runden in Folge drehen, bevor der Motor den Hitzetod stirbt. Da trösten auch einzelne schnelle Runden nicht.

FahrerAutoSchnellste RundeDurchschnitt
1.AlonsoRenault1:16,7 min.1:18,4 min.
2.FisichellaRenault1:16,3 min.1:18,5 min.
3M. SchumacherFerrari1:16,9 min.1:18,7 min.
4.ButtonHonda1:16,7 min.1:18,8 min.
5.BarrichelloHonda1:16,3 miun.1:18,8 min.
6.HeidfeldBMW1:16,5 min.1:19,0 min.
7.TrulliToyota1:17,2 min.1:19,3 min.
8.R.SchumacherToyota1:17,5 min.1:19,5 min.
9.RäikkönenMcLaren-Mercedes1:17,7 min.1:19,8 min.
10.LiuzziToro Rosso1:17,5 min.1:20,0 min.

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