Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Saisonrückblick von Nico Hülkenberg

"Nicht immer leicht, am Limit zu fahren"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Ungarn - 25. Juli 2014 Foto: xpb 35 Bilder

Nico Hülkenberg hat die Formel 1-Saison auf Platz 9 abgeschlossen. So gut wie noch nie. Nur vier Punkte fehlten zu seinem Saisonziel. Er wollte die 100-Punkte-Schallmauer schaffen. Der Force India-Pilot blickt durchaus kritisch auf seine vierte Formel 1-Saison zurück.

14.12.2014 Michael Schmidt

Eigentlich kann Nico Hülkenberg zufrieden sein. Seine Kurve zeigt nach oben. Auf die Plätze 14 (2010), 11 (2012), 10 (2013) folgte in diesem Jahr der neunte Gesamtrang. Auch nach Punkten geht es nach 22 (2010), 63 (2012) und 51 (2013) wieder bergauf. In diesem Jahr kratzte der 27-jährige Deutsche an der 100 Punkte-Schallmauer. Mit 96 Zählern blieb er knapp drunter. "Schade, ich hätte die 100er Grenze gerne geknackt." Ohne die Fünf-Sekunden-Strafe bei Finallauf in Abu Dhabi hätte es auch geklappt. "Dann wäre ich vor Button Fünfter geworden."

Hülkenberg in 15 Rennen in den Punkten

Auch mit der Konstanz seiner Leistungen kann Hülkenberg zufrieden sein. Er kam in 15 der 19 Rennen in die Punkteränge. Besser waren nur die Top 6 der Weltmeisterschaft. Und trotzdem erlaubt sich Hülkenberg einige kritische Anmerkungen. Zu sich und zu seinem Auto. "Es war nicht immer leicht, diese Autos in der Qualifikation am Limit zu fahren. Dabei sind mir ein paar Fehler unterlaufen. Außerdem hatten wir immer mal wieder Probleme mit dem Heckflügel und dem Unterboden. Wenn der ein bisschen schief montiert war, ging gar nichts." Trotzdem gewann er das Trainingsduell gegen Sergio Perez mit 10:9.

Es war eine Saison in zwei Teilen. Bis zur Sommerpause segelte Force India klar auf Kurs zu Platz 5 in der Konstrukteurs-Wertung. Dann kam der Einbruch. McLaren zog vorbei. In der zweiten Saisonhälfte hatte manchmal sogar ToroRosso ein schnelleres Auto. "Wenn die Upgrades nicht kommen, wirst du überholt. So ist das in der Formel 1", resümiert Hülkenberg. Force India hat durchaus seinen VJM07 weiterentwickelt. Doch die letzten beiden Trumpfkarten stachen nicht. "Es ist nicht das angekommen, was uns versprochen wurde."

Im Training kostete das Rundenzeit: "Wir waren am Ende ganz klassisch zu langsam. Und zwar in allen Sektoren. Uns fehlte Abtrieb. Die Balance wurde zwar zum Saisonende besser, aber wir konnten beim Anpressdruck nicht zulegen. Dann fährst du einfach langsamer durch die Kurven als andere. Wir wissen ja, Abtrieb ist das beste Rezept. Das löst viele andere Probleme am Auto."

"Reifenjoker fiel zum Schluss weg"

Eine Zeit lang rettete sich Force India noch damit, im Rennen verlorenen Boden wettzumachen. Weil das Auto seine Reifen schonte. "Auf dem Gebiet haben die anderen aufgeholt. Zum Schluss ist dieser Joker weg gefallen." Die Strategen konnten nur noch mit alternativen Strategien dagegen halten. In Brasilien und Abu Dhabi hat es funktioniert. Hülkenberg holte in den letzten beiden Rennen noch 20 Punkte.

Für die Fahrer war es wegen des Abtriebs-Defizits ein Balanceakt. "Das Arbeitsfenster der Reifen war extrem klein. Dazu 50 Kilogramm schwerere Autos und eine kastrierte Aerodynamik. Wenn du es nur ein bisschen übertrieben hast, bist du dafür bestraft worden." Und so erklärt sich Hülkenberg auch den eklatanten Vorsprung der Mercedes: "Die hatten einfach brutal viel Abtrieb. Und damit haben die Reifen an ihrem Auto auch besser gearbeitet. Deshalb sind sie in einer anderen Klasse gefahren."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden