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Saisonstatistik

Die Meister von 2008

Foto: Red Bull 61 Bilder

Lewis Hamilton ist neuer Weltmeister der Formel 1. Der 23-jährige Engländer löst mit 23 Jahren, 10 Monaten und 26 Tagen Fernando Alonso als jüngster Weltmeister ab. Wir sagen Ihnen, wer in den anderen wichtigen Kategorien die Bestmarken hält.

05.11.2008 Michael Schmidt

Nach einer längeren Durststrecke hat England nur auf den Erfolg von Hamilton gewartet. Der McLaren-Pilot ist nach Mike Hawthorn (1958), Graham Hill (1962, 1968), Jim Clark (1963, 1965), John Surtees (1964), Jackie Stewart (1969, 1971, 1973), James Hunt (1976), Nigel Mansell (1992) und Damon Hill (1996) der neunte Fahrer aus dem Vereinigten Königreich, der die WM-Krone holte.

Es war eine knappe Entscheidung. Der magere Punkteschnitt von 5,44 Zähler pro Grand Prix zeigt, wie hart umkämpft und wie ausgeglichen die Meisterschaft war. Zuletzt war das 1999 der Fall. Mika Häkkinen kam mit 4,75 Punkten pro Grand Prix über die Runden. Der geringste Punkteschnitt eines Weltmeisters datiert von 1982. Keke Rosberg reichten 2,75 Punkte pro Rennen für den Titel. Den Rekord hält natürlich Michael Schumacher. Der siebenfache Weltmeister holte 2002 in jedem Rennen 8,47 WM-Punkte.

Neuer Zuverlässigkeits-Rekord durch BMW

Konstrukteurs-Weltmeister wurde Ferrari. Das zuverlässigste Team jedoch war BMW mit 2.196 von 2.234 möglichen Rennrunden und null Defekten. Nur zwei Mal kam ein BMW-Pilot in den 18 Rennen nicht ins Ziel. In Melbourne wurde Robert Kubica von Kazuki Nakajima von der Strecke bugsiert, und in Silverstone flog er ohne Fremdeinwirkung ins Kiesbett. Die Auslastung von 98,3 Prozent aller Rennrunden ist unerreicht.

Ferrari folgt mit 83,9 Prozent trotz vier Motorschäden und vier Unfällen auf Platz zwei. Massa und Räikkönen legten 2.099 von 2.234 Runden zurück. Schlusslicht war Force India mit nur 1.487 absolvierten Rennrunden. "Es war auch die erste Saison, seit der dieses Team keine Punkte geholt hat", bedauerte Faktotum Ian Phillips, der seit den goldenen Jordan-Zeiten an Bord ist und auch die Midland- und Spyker-Ära miterlebt hat.

Die Ausfallquote war generell atemberaubend gering. Im Schnitt fielen nur 23,5 Prozent der 20 Starter aus. Die meisten Defekte hatte Force India mit acht technisch bedingten Ausfällen. Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella produzierten auch die meisten Unfälle im Rennen. Insgesamt zehn Mal lautete der Ausfallgrund Unfall oder Dreher. Wenn man alle Trainingssitzungen und Rennen zusammenzählt ist Nelson Piquet mit 54 Ausritten der Walzerkönig der Saison 2008.

Coulthard auf Crash-Kurs

Die meisten Unfälle mit einem Einschlag und Beschädigung am Auto hatte David Coulthard. Der Schotte produzierte in seiner letzten Saison 13 Mal Schrott. "Die meisten Unfälle waren unverschuldet", wehrt sich Coulthard. "In Fuji zum Beispiel war hinten eine Spurstange gebrochen, in Interlagos hat mich erst Rosberg angeschoben, dann Nakajima."

Das Safety-Car lag insgesamt 228,7 Kilometer in Führung. Es hatte 13 Einsätze in neun Rennen. Würde Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer offiziell geführt, läge er in der Tabelle der Führungskilometer an siebter Stelle. Hinter Massa, Hamilton, Räikkönen, Kubica, Alonso und Vettel, aber noch vor Kovalainen und Heidfeld. Insgesamt durften 15 der 20 Fahrer den Platz an der Sonne genießen. Das ist auch ein Novum. Nur Mark Webber, Kazuki Nakajima, Jenson Button, Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil lagen nie an der Spitze. Felipe Massa darf sich mit kleinen Pokalen trösten. Er führt die Rangliste mit 1.753 Kilometern klar vor Hamilton mit 1.420 Kilometern an.

Ein Titel ging an einen deutschen Fahrer. Nick Heidfeld legte mehr Rennkilometer zurück als jeder andere Pilot im Feld. Der BMW-Pilot brachte es auf 5.469,5 Kilometer in 18 Grand Prix. Heidfeld kann jetzt bereits auf 20 Zielankünfte in Folge zurückblicken. Damit ist Michael Schumachers Rekord (26) im nächsten Jahr in Gefahr. Zuletzt war Heidfeld beim GP Japan 2007 mit Motorschaden zwei Runden vor Schluss ausgefallen.

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