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Sao Paulo-Crash

Sutil weiter im Clinch mit Trulli

Jarno Trulli Foto: dpa 61 Bilder

Auch knapp zwei Wochen nach dem Crash in Sao Paulo haben sich die beiden Streithähne Adrian Sutil und Jarno Trulli noch immer nicht beruhigt. Beide gaben sich am Donnerstag (29.10.) in Abu Dhabi gegenseitig die Schuld an dem Unfall.

29.10.2009 Tobias Grüner

Das Schauspiel wurde von der FIA perfekt inszeniert. Adrian Sutil und Jarno Trulli wurden beide zur internationalen Pressekonferenz in Abu Dhabi eingeladen und wie es der Zufall will auch noch direkt nebeneinander in die hintere Reihe des Podiums gesetzt. Es dauert natürlich nicht lange, bis die Frage nach dem Crash von Sao Paulo kam, bei dem beide Piloten kollidierten und ausfielen.

"Das werden wir morgen in der Fahrerbesprechung diskutieren", antwortete Trulli auf die Frage, ob man denn schon gemeinsam über den Vorfall gesprochen habe. "Da gibt es nichts zu diskutieren. Das war ein Rennunfall", antwortete sein deutscher Kontrahent. "Ich bin ganz normal gefahren und er hat sein Auto verloren. Ich weiß nicht, warum er so ausgeflippt ist."

Trulli immer noch empört

Das konnte der Italiener natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Schon direkt nach dem Crash stürmte Trulli auf Sutil zu und stellte den Force India-Piloten noch an der Strecke zur Rede. Auch nach dem Rennen war der Italiener noch auf 180 und sprach von der schlimmsten Aktion seiner Karriere.

"Ich kann Dir Bilder zeigen, wo man genau sieht, dass ich neben Dir bin", klagte Trulli seinen Konkurrent an. Sutil antwortete: "Ja, aber Du wolltest mich außen überholen auf den Kerbs und bist einfach nicht vom Gas gegangen." Dann ging der Streit erst richtig los. Die grinsenden Journalisten konnten gar nicht so schnell mitschreiben, wie beide ihre Argumente austauschten.

Wer hat wen getroffen?

"Es war das gleiche wie in Barcelona, als Du die Kontrolle verloren hast und einen Force India abgeschossen hast." Trulli entgegnete: "In Barcelona habe ich mich gedreht und er hat mich getroffen, weil er die Kerbs berührt hat." Sutil: "Nein, nein... schau Dir das Rennen in Barcelona noch einmal an. Ich habe dich nicht getroffen. Du hast mich getroffen. Ich weiß nicht wo das Problem liegt. Vielleicht sind Deine Augen ein Problem."

Auch Kimi Räikkönen und Fernando Alonso, die in der ersten Reihe saßen, konnten sich mittlerweile ein Lächeln nicht verkneifen. "Sollen wir gehen?", fragte Alonso in die Runde, während die beiden Streithähne weitermachten.

Am Ende ging die zweite Runde im Streit unentschieden aus. Die erste Runde hatte Sutil gewonnen. Die Stewards sahen in Sao Paulo kein Fehlverhalten des Deutschen und verdonnerten Trulli sogar noch zu einer Geldstrafe, wegen seines ungebührlichen Verhaltens an der Rennstrecke. Runde drei im Kampf Trulli vs. Sutil wird dann wohl in der Fahrerbesprechung ausgetragen. Und spätestens am Sonntag sieht man sich auf der Rennstrecke wieder.

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