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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Sao Paulo

Rosberg rechnete mit Pole Position

Nico Rosberg Foto: dpa 34 Bilder

Das deutsche Quartett durchschiffte das Regen-Qualifying mit unterschiedlichem Erfolg. Adrian Sutil überzeugte auf Rang drei, Sebastian Vettel und Nick Heidfeld stehen in den hinteren Reihen. Und bei Nico Rosberg lief es nur in den ersten beiden Runden richtig gut.

17.10.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Rosberg:

Direkt nach dem Training war Nico Rosberg sehr enttäuscht, dass nach dem fast dreistündigen Qualifying-Kampf nur Platz sieben heraussprang. "Nachdem ich in den ersten beiden Runden immer vorne stand, war ich eigentlich sicher, dass ich am Ende auf Pole stehe." Doch im Briefing wurde klar, warum es nichts mit der ersten Pole Position wurde. "Die Strecke trocknete einfach zu stark ab. Bei diesen Bedingungen sind wir nun mal nicht schneller."

Aber konnte der Williams-Pilot dann am Ende von Q2 auf Intermediates noch Bestzeit fahren? "Wir waren das erste Team, das gewechselt hat. Ich hatte somit vier Runden Zeit die Reifen aufzuwärmen. Andere hatten nur eine Runde auf den Intermediates. Deshalb sah es so aus, als wären wir auch auf den Intermediates die Schnellsten." Für den Sonntag weiß Rosberg nicht so recht, welches Wetter er sich wünschen soll. "Eigentlich ist Regen für uns besser. Aber das ist einfach so gefährlich. Das waren heute die schlimmsten Bedingungen aller Zeiten."

Adrian Sutil:

Nach Monza landete Adrian Sutil in Sao Paulo schon das zweite Mal in dieser Saison auf dem dritten Startplatz. "Das ist wirklich schön zu sehen, dass wir uns nach so langer Zeit vorne ein wenig festgesetzt haben", freute sich der Force India-Pilot nach dem Regen-Marathon. "Es fühlt sich einfach gut an, an der Spitze zu stehen." Die Gründe für den unerwarteten Aufschwung liegen vor allem im Wetter. "Ich mag die Strecke und ich mag den Regen. Man hat glaube ich schon im letzten Jahr gesehen, dass ich da immer das Maximum herausholen kann."

Dabei hatte es in den freien Trainings noch gar nicht gut ausgesehen. "Am Freitag waren wir im Trockenen einfach zu langsam. Da haben wir uns dann Regen gewünscht. Das ist eingetreten, auch wenn es vielleicht ein wenig zu viel war."

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel hatte in Interlagos die große Chance, die Titelentscheidung auf Abu Dhabi zu vertagen. Jenson Buttons 14. Platz tröstet allerdings nur wenig, da der Deutsche noch eine Reihe weiter hinten steht. Ohne große Kommentare verschwand der Heppenheimer vorzeitig von der Rennstrecke. "Das ist wirklich sehr enttäuschend. In der Zeit, als die Bedingungen am besten waren, konnten wir es wegen des Verkehrs nicht ausnutzen." Mehrmals musste der Youngster seine Runde abbrechen und neuen Anlauf nehmen. Es half am Ende nichts mehr.

"Als wir endlich keinen mehr vor uns hatten, begann es wieder stärker zu regnen und es stand einfach zu viel Wasser auf der Strecke. Es war einfach unmöglich, die Zeit zu verbessern." Mit Platz 16 wird es im Rennen schwer, noch in die Punkte zu fahren. "Wir haben uns sicher einen höheren Startplatz ausgerechnet. Aber es lag nicht an unserer Leistungsfähigkeit heute. Es war einfach eine Sache des schlechten Timings."

Nick Heidfeld:

Auch Nick Heidfeld stieg enttäuscht aus seinem BMW. Der Regenspezialist fand sich am Ende der ersten Qualifikationsrunde auf Platz 19 wieder. "Am Anfang war ich Dritter. Als dann der Regen nachließ, steckte ich immer wieder im Verkehr und musste Platz schaffen zu meinem Vordermann. Ich habe mir dann frische Reifen an den Boxen abgeholt, aber kaum war ich wieder auf der Strecke, fing es wieder an zu schütten. Das Wasser war das große Problem. Das Auto ist einfach aufgeschwommen. Dabei bin ich mit der Bodenfreiheit schon einen Millimeter rauf und habe den Luftdruck erhöhen lassen. In meiner letzten Runde bin ich im Bergaufstück auf der Zielgeraden bei 135 km/h geschwommen. Da habe ich die Runde abgebrochen."

Heidfeld prangerte auch die Bedingungen zu Beginn von Q2 an. Da saß er längst im BMW-Pavillon und schaute sich das Training am Fernsehschirm an. "Den Unfall von Liuzzi habe ich kommen sehen. Es herrschte zu schlechte Sicht bei zuviel Wasser auf der Bahn. Der Liuzzi konnte in der Gischt die Pfützen gar nicht erkennen. Das war ein Unfall mit Ansage."

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