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Sao Paulo-Wetter

Verfolger hoffen auf Regen-Chaos

Foto: Red Bull 53 Bilder

Sebastian Vettel muss in zwei Rennen 17 Punkte auf Jenson Button aufholen. Kimi Räikkönen gelang das Kunststück vor zwei Jahren. Allerdings halfen dabei die Regengötter mit. Auch in dieser Saison wird der Titelkampf wieder feucht - wann genau weiß aber niemand.

13.10.2009 Tobias Grüner

Der Regen spielte in den Formel 1-Titelentscheidungen der beiden letzten Jahren eine Hauptrolle. Der Ausrutscher von Lewis Hamilton in der Boxeneinfahrt von Shanghai ist vielen noch gut in Erinnerung. "Wir waren auf Sieg gepolt. Das war letztlich etwas viel Risiko", gibt Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug rückblickend zu.

Mit 17 Punkten Vorsprung reiste Hamilton damals zum vorletzten Lauf nach China. Nach seinem Ausrutscher auf abgewetzten Reifen rückte Räikkönen auf sieben Zähler heran. Ein Getriebeproblem beim Finale in Interlagos machte Hamilton dann endgültig einen Strich durch die Meisterrechnung.

Sicherheitstaktik knapp aufgegangen

Auch im Vorjahr sorgte Regen für ein dramatisches Finale. Vier Runden vor Schluss setzte der Niederschlag ein. So kurz vor Saisonende gibt es für viele Teams nichts mehr zu verlieren. Frühe Wechsel der Reifen, späte Wechsel der Reifen - auch die extremsten Strategien werden dann ausprobiert. Hamilton fuhr eine Sicherheitstaktik und wechselte nach einer kurzen Bedenkzeit auf Regengummis.

Die Entscheidung hätte beinahe den Titel gekostet. Wenn der Regen in den letzten fünf Minuten nicht noch einmal stärker geworden wäre, hätte sich Massa zum Champion krönen lassen können. Aber "hätte" und "wäre" helfen im Motorsport bekanntlich nicht viel: Auf der nassen Fahrbahn hatte Timo Glock auf seinen Trockenreifen keine Chance gegen Hamilton und musste dem Briten den entscheidenden fünften Platz kampflos überlassen.

Sonderumstände in Sao Paulo?

"Es gibt Punkte, wo 'zero' und 'hero' so nahe beieinander liegen", weiß Haug aus eigener Erfahrung. "Wenn Sonderumstände dazukommen, hat Vettel eine Chance. Aus eigener Kraft kann er es kaum noch schaffen. Es muss viel dazwischenkommen." Zumindest in Sao Paulo ist die Chance für "Sonderumstände" relativ hoch. Einmal am Tag regnet es hier eigentlich immer. Auch in diesem Jahr haben sich die monsunartigen Schauer angekündigt. Und wenn es in Sao Paulo regnet, dann geht die Welt meist richtig unter.

Im Vorjahr verpasste der große Schauer das Rennen nur um Minuten. Vielleicht sollten sich die beiden Regenspezialisten Sebastian Vettel und Rubens Barrichello vor dem Rennen zu einem kleinen Regentanz verabreden. Ausweglose Situationen verlangen wie gesagt nach besonderen Maßnahmen.

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