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Sauber auf Diät

Leichtgewichtchassis für Barcelona

Adrian Sutil - GP Malaysia 2014 Foto: ams 19 Bilder

Sauber hätte sich in diesem Jahr umsonst auf die Reise nach Sepang gemacht. Innerhalb von nur drei Runden lösten sich auch die letzten, kleinen Punktehoffnungen in Luft auf. Der Doppelausfall kam auch für die Ingenieure komplett überraschend.

31.03.2014 Tobias Grüner

Das Sauber-Drama ging in Sepang in die zweite Runde. Nach der Nullnummer von Melbourne gab es auch in Malaysia nichts Zählbares. Kurz nach Halbzeit des Rennens musste Adrian Sutil seinen C33 plötzlich unfreiwillig am Streckenrand abstellen. Der Stopp hatte sich nicht angekündigt. Entsprechend verdutzt schaute der Bayer aus der Wäsche: "Das Auto ging einfach aus."

Sauber mit vielen Baustellen in Malaysia

Die Ingenieure konnten das Problem nach dem Rennen auch nicht genau lokalisieren. Mehr als eine Beschreibung der Symptome gab es nicht: "Zuerst hat die Antriebseinheit Leistung verloren, dann schaltete sich das Auto wegen eines Ausfalls der Stromversorgung komplett aus."
 
Auf den ersten Tiefschlag folgte wenige Minuten später dann der endgültige K.O. auch bei Sauber Nummer zwei. Nach dem zweiten Boxenstopp wollte das Auto von Esteban Gutierrez keinen Meter mehr fahren. "Ich konnte den ersten Gang nicht mehr einlegen. Ich habe alles versucht, aber da war nicht viel zu machen", zuckte der Youngster mit den Schultern.
 
In der Sauber-Garage sah man nach dem Rennen entsprechend lange Gesichter. War doch die Zuverlässigkeit eigentlich die einzige Stärke des Autos. Zählbares wäre aber wohl auch bei einer Zielankunft nicht rausgekommen. "Generell war unsere Pace zu langsam und das Grip-Niveau schwach", fand Sutil deutliche Worte. Dazu kam ein relativ hoher Reifenverschleiß.

Gewichtsproblem ab Barcelona beseitigt?

Teamchefin Monisha Kaltenborn wollte die Lage auch nicht mehr schön reden: "Wir haben nach wie vor Nachholbedarf, was die Performance angeht." Der Ferrari-Antrieb und das Übergewicht sind die größten Baustellen. Der Motor ist zu schwer, liefert zu wenig Leistung. Neben einem mangelnden Speed auf der Geraden äußern sich die Probleme auch mit Zeitverlust in langsamen Kurven.
 
Mit dem 1,83 Meter großen Sutil am Steuer schleppt das Auto momentan noch 20 Kilogramm Hüftspeck mit sich herum. Beim deutlich kleineren und leichteren Gutierrez sind es immerhin 8 Kilogramm. Zur Info: 10 Kilo Übergewicht kosten rund 4 Zehntel auf einer Runde. Doch damit soll bald Schluss sein. Der Sauber wird auf Diät gesetzt. Schon in Bahrain und China sind kleinere Maßnahmen geplant. "Dann müssen aber noch größere Schritte kommen", kündigt Kaltenborn an.
 
Nach Informationen von auto motor und sport soll das Gewichtsthema mit der Einführung eines Leichtgewichtchassis endgültig beseitigt werden. Wenn nichts dazwischen kommt, wird der Light-Sauber sein Debüt in Barcelona feiern. Der technische und finanzielle Kraftakt soll das Auto endlich an das erlaubte Limit bringen. Wenn es nicht ganz reichen sollte, muss Sutil am Renntag auf sein Frühstück verzichten.

Wann kommt die Sauber-Wende?

In Hinwil hofft man auf eine Trendwende wie im Vorjahr. Vergangene Saison mussten die Fans mit dem Umschwung allerdings bis zu einem großen Technik-Update in Ungarn warten. Mit einem Wechsel der Pirelli-Reifen kam der 2013er Sauber erst nach der Sommerpause so richtig in Schwung. "So lange wird es dieses Jahr nicht dauern", verspricht Kaltenborn.

Vor dem ersten Europa-Rennen sind allerdings auch keine Wunder zu erwarten. In Bahrain und China ist Schadensbegrenzung angesagt. "Bahrain war in den letzten Jahren nie eine gute Strecke für uns. Ich möchte nicht schon vorher eine Entschuldigung finden. Aber ich erwarte, dass es schwierig wird."

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