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Getriebe-Pleite in Monza

Sauber: "Das war Formel 1-Steinzeit"

Sergio Perez GP Italien Monza 2011 Foto: xpb 54 Bilder

Sauber hätte beim GP Italien groß absahnen können. Sergio Perez und Kamui Kobayashi lagen sicher auf Punktekurs als sie mit Getriebeschäden stehenblieben. Der Schweizer Rennstall verschenkte damit wichtige Punkte an Force India und Toro Rosso.

12.09.2011 Michael Schmidt

Peter Sauber kennt die Geschicht bereits aus Spa. Seine beiden Autos liegen schon in der Frühphase des Rennens in den Punkterängen, aber sie bringen keine WM-Zähler nach Hause. Während in Belgien Unfälle und deren Folgen für ein leeres Konto sorgten, waren es in Monza zwei ärgerliche Defekte. Sergio Perez und Kamui Kobayashi rollten mit Getriebeschäden aus. Schon im Training war Kobayashi mit einem Defekt an der Kraftübertragung stehengeblieben. Die Getriebe liefert Ferrari an.

Angesichts der fast verschwindend geringen Defektquote im Feld sind zwei technisch bedingte Ausfälle in einem Rennen ein eher ungewöhnliches Ereignis. "Das war ja wie Formel 1 in der Steinzeit", versuchte Peter Sauber der Nullrunde mit Humor zu begegnen. Was genau kaputt gegangen ist, muss Ferrari erst noch analysieren. Offenbar handelte es sich um mechanische Schäden, denn bei Perez begann die Misere, indem der dritte Gang streikte. Die empfindlichen Schnellschaltgetriebe hauchen dann schnell ihr Leben aus.

Perez sicher in den Punkten

Bei Perez war der Ausfall in der 33. Runde besonders ärgerlich. "Ich lag locker auf Platz sieben, mit gut Luft nach vorne und hinten." Die Einstoppstrategie des Mexikaners wäre voll aufgegangen. Da Perez mit den ausgelutschten harten Reifen teilweise schneller unterwegs war als die Konkurrenten mit frischen weichen, schob Sauber den einzigen Boxenstopp immer weiter nach hinten. "Wir hätten wahrscheinlich erst in Runde 38 gestoppt", verrät Sauber.

Da Perez komfortabel auf Rang sieben lag, wurde er angewiesen keine Risiken mehr einzugehen. Jaime Alguersuari und Paul di Resta waren keine Gegner für den Sauber-Piloten im Renntrim. "das ist das einzig Positive an diesem Tag", bilanzierte Sauber. "Wir hatten mit unserer Taktik, ein paar Startplätze herzuschenken und voll auf das Rennen zu setzen Recht. Genauso mit dem Start beider Autos auf den harten Reifen. Im Mittelfeld hatten wir klar das schnellste Auto, inklusive des einen Renault."

Auch Kamui Kobayashi hätte noch einen oder zwei WM-Punkte nach Hause gefahren. Obwohl er nach einer Runde mit abgeschertem Frontflügel zum Service an die Boxen kam. Bei dem Japaner musste Sauber auf ein Zweistopprennen umdisponieren. Reifenfolge: medium, gebrauchte soft, neue soft. "Meine Strategie war zwar ruiniert", gab Kobayashi zu bedenken, "aber ich hätte es auch so noch in die Punkteränge schaffen können."

Force India überholt Sauber

Die dritte Nullrunde in Folge war für Sauber fatal. Force India zog mit dem achten Platz von Paul di Resta vorbei. Toro Rosso sahnte mit dem Doppelschlag von Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi in den Punkten voll ab. Das Team aus Faenza liegt nur noch sechs Zähler hinter Sauber. "Wir haben unseren Gegnern zum zweiten Mal nach Australien im großen Stil WM-Punkte geschenkt", grollte Sauber. "Aber jetzt nehmen wir es sportlich. Wir werden die letzten sechs Rennen voll auf Angriff fahren."

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