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Sauber greift Force India an

Kaltenborn blickt nach vorn und hinten

Nico Hülkenberg - GP Japan 2013 Foto: ams 63 Bilder

Sauber ist auf dem Vormarsch. Der Kampf um Platz 7 in der Teamwertung scheint entschieden. Jetzt nimmt man Force India ins Visier. Teamchefin Monisha Kaltenborn sieht Chancen, noch weiter nach vorne zu kommen. Dazu muss aber auch Esteban Gutierrez weiter punkten.

14.10.2013 Tobias Grüner

Das Ergebnis von Suzuka hätte nicht passender kommen können. Ausgerechnet zum 70. Geburtstag von Teamgründer Peter Sauber fuhr der Schweizer Rennstall das erste Mal in diesem Jahr mit beiden Autos in die Punkte. "Das beweist, dass wir mit dem Auto einen guten Schritt nach vorne gekommen sind. Wir haben also den richtigen Weg eingeschlagen", freute sich Teamchefin Monisha Kaltenborn.

Force India schon im Sauber-Visier

Die Plätze 6 und 7 schaufelten insgesamt 14 Zähler auf das Teamkonto. Da Toro Rosso wie schon in Korea mit einem Nuller heimfahren muss, konnte Sauber den Konkurrenten um Platz 7 in nur einem Rennen ordentlich distanzieren. Auch Force India blieb ohne Zählbares. Der Abstand auf Platz 6 in der Teamwertung beträgt somit nur noch 17 Punkte.
 
Kaltenborn hat den neuen Gegner bereits auf dem Radar. "Wir haben immer noch Steigerungspotenzial. Wenn bei uns alles passt, wir keine Fehler machen und der Trend anhält, dann haben wir durchaus die Chance, noch weiter nach vorne zu kommen."

Ganz will man bei Sauber aber nicht in Euphorie ausbrechen. Kaltenborn warnt vor einem erneuten Rückschlag: "Wir müssen aber auch weiterhin nach hinten schauen. Das ist mindestens genauso wichtig. Wenn nur ein oder zwei Rennen schief laufen, ist man schnell wieder dort, wo man nicht sein will."

Explosion bei Gutierrez

Im Kampf um die Plätze im finanziell wichtigen Konstrukteurspokal hofft Kaltenborn auf weitere Punkte von Esteban Gutierrez. Der Rookie landete in seiner Formel 1-Karriere zum ersten Mal in den Top Ten. "Es brauchte eine Menge Arbeit, um an diesen Punkt zu gelangen", zeigte sich der Mexikaner erleichtert. "Es war wirklich kein leichter Weg. Wir haben uns in den letzten Rennen stark verbessert."

Auch Kaltenborn lobt die positive Entwicklung ihres Schützlings: "Das ist eine große Erleichterung. Wir haben sehen können, wie er sich nach einem holprigen Saisonstart in den letzten Rennen immer weiter verbessert hat. Irgendetwas ist in ihm explodiert. Ich denke, dieses Ergebnis ist wichtig für ihn. Es zeigt uns auch, dass wir richtig mit ihm gearbeitet haben."
 
Die Teamchefin hofft, dass der Youngster in den letzten Rennen das investierte Vertrauen und die Geduld zurückzahlen kann. "Wir wussten, dass wir mit einem Rookie ein Risiko eingehen. Wir wussten, dass er Fehler machen wird – und davon gab es am Anfang der Saison ja auch viele – aber das ist Teil des Lernprozesses in der Formel 1. Die Frage lautet nur: Hat man den Luxus, einem Fahrer genügend Zeit zu geben."
 
Das Japan-Ergebnis sei aber kein Garantieschein für ein neues Cockpit. Man denke nur zurück an das Vorjahr. Damals hatte Kamui Kobayashi selbst mit einem Podiumsplatz den Sauber-Platz nicht halten können. "Einzelne Ergebnisse sind bei uns niemals ausschlaggebend, was die Zukunftsplanung angeht", so Kaltenborn. "Wir haben einige Optionen, ohne jetzt Namen nennen zu wollen."

Hülkenberg weiter ein Punktegarant

Nico Hülkenberg bewies wie schon in Korea, dass er mittlerweile ein Punktegarant ist. Wie vor 7 Tagen hielt er sich lange vor Fernando Alonso auf Rang 4. Am Ende musste er neben dem Spanier auch noch Kimi Räikkönen im Lotus ziehen lassen. Für Kaltenborn keine große Enttäuschung: "Wir wussten, dass die Situation wegen der Reifen ein bisschen anders war als in Korea. Deshalb sind wir zufrieden mit dem, was wir bekommen haben."
 
Sie sieht trotz der guten Resultate keine besondere Steigerung bei Hülkenberg in den letzten Rennen. "Seine Leistungen sind schon das ganze Jahr über konstant gewesen. Wir konnten es nur nicht zeigen, weil das Auto noch nicht so weit war." Mittlerweile kämpft der Deutsche regelmäßig mit Lotus, Ferrari und McLaren. Kaltenborn glaubt, dass man auch weiter vorne mitgeigen kann. "Lotus ist vor allem im Longrun noch ein gutes Stück schneller. Aber bei den anderen hat man gesehen, dass wir nicht so weit weg sind."

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