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Sauber hat Mercedes im Visier

Der 20-Punkte-Coup von Hockenheim

Kobayashi Perez Sauber GP Deutschland 2012 Foto: xpb 39 Bilder

Bei Sauber geht es auf und Ab. In Hockenheim gab es für die Schweizer mal wieder etwas zu feiern. Kamui Kobayashi und Sergio Perez sammelten 20 Punkte. Damit liegt man in der WM jetzt sicher auf Platz sechs. Und hat sogar Mercedes im Visier.

23.07.2012 Michael Schmidt

Es ist wie verhext. Immer wenn die beiden Sauber-Piloten auf schlechten Startplätzen stehen, haben sie ein exzellentes Rennen. Teammanager Beat Zehnder ist überzeugt, dass bei "normalen" Startplätzen eine Platzierung auf dem Podium möglich gewesen wäre. "Das kann dieses Auto. Es ist schnell und schont die Reifen und ist klar besser als die Startplätze in Hockenheim."

Kamui Kobayashi und Sergio Perez waren von den Plätzen 12 und 17 abgefahren. Nach sieben Runden tauchten sie bereits auf den Positionen 9 und 10 auf. "Der frühe Platzgewinn war der Schlüssel zu dem guten Endergebnis." Kaum hatten die Sauber-Piloten die Mercedes, Force India und Webbers Red Bull in Sichtweite, spielten sie ihre Stärken aus.

Kobayashi mit Anti-Taktik auf Platz vier

Zehnder: "Unsere Rundenzeiten waren trotz zwei Boxenstopps teilweise besser als die der Dreistopper mit deutlich frischeren Reifen." Kobayashi und Perez wurden mit dem Plan ins Rennen geschickt, im ersten Turn möglichst lange zu fahren. Als alle Gegner in die Boxen abgebogen waren, hatte man freie Fahrt.

Bei Kobayashi ging die Taktik voll auf. Der Japaner wurde kurz vor dem Start von weichen auf harte Reifen umgerüstet. Einfach um gegen den Strom zu schwimmen. Dafür stand er erst in der 22. Runde an der Box.

Perez von Reifenproblem gebremst

Perez wählte die konservative Taktik: soft-medium-medium. Er bog zum ersten Reifenwechsel fünf Runden früher ab als geplant, weil er hinten links einen schleichenden Plattfuß vermutete. "Das Auto hat sich auf dieser Seite ganz komisch angefühlt."

Der frühere Stopp bedeutete, dass er zwei Mal an Nico Hülkenberg vorbei musste und er zog einen längeren letzten Turn nach sich. Deshalb kam der Mexikaner in der Schlussphase noch einmal unter Druck von Michael Schumacher.

Die Mercedes wollten mit der Taktik des späten Stopps wie in Valencia hoch punkten, doch diesmal misslang der Trick. "Weil der Reifenabbau der Zweistopper viel kleiner war als in Valencia", erklärte Zehnder. In Hockenheim hat es zwei Stellen, wo die Hinterreifen beim Beschleunigen leiden. In Valencia waren es sechs.

Sauber wünscht sich mehr Konstanz

Peter Sauber strahlte nach den Enttäuschungen der letzten beiden Rennen in Valencia und Silverstone: "Wir sind von den Positionen zwölf und 17 gestartet und haben am Schluss die Ränge vier und sechs belegt. Ich glaube, wir dürfen sagen, dass wir heute eine herausragende Leistung geboten haben. Glückwunsch an unsere Piloten, die beide exzellent gefahren sind."

Jetzt wünscht sich das Sauber-Team nur noch etwas mehr Konstanz. Die Punkteverteilung der ersten zehn Grand Prix zeigt ein ständiges Auf und Ab: 12-18-1-0-10-0-17-2-0-20. Mit 80 Zählern haben sich die Eidgenossen erst einmal von Williams (47) und Force India (46) freigeschwommen. Jetzt richtet sich der Blick nach vorn. Mercedes ist mit 105 Zählern nicht unerreichbar weit weg. Und der Sauber C31 ist im Augenblick das schnellere Rennauto.

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