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Sauber hofft auf Russland

"Strecke sollte uns liegen"

Sauber - Formel 1 - GP Russland - Sochi - Donnerstag - 8.10.2015 Foto: ams 39 Bilder

In Sochi tritt Sauber zum dritten Mal mit dem neuen Update-Paket an, das man in Singapur eingeführt hat. Bislang konnte das Team noch nicht das volle Potential der neuen Teile freilegen. Beim GP Russland 2015 soll sich das ändern.

08.10.2015 Andreas Haupt

In Japan blieb Sauber erstmals nach 4 Rennen in Serie ohne Punkte. Die Gründe waren vielfältig. Marcus Ericsson erlaubte sich zu viele Patzer. Zuerst einen im ersten Qualifying-Segment, dann zwei im Rennen. Jeweils in der schnellen Löffelkurve.

Sauber stochert bei Nasr-Auto im Dunkeln

In Sochi gab sich der Schwede entsprechend selbstkritisch: "Das Wochenende in Suzuka war an sich ganz gut. Das Rennen auch. Aber mein Dreher hat es ruiniert. Wir müssen die Fehler eliminieren." Damit will er beim GP Russland anfangen.

Teamkollege Felipe Nasr kämpfte in Suzuka dagegen mit ganz anderen Schwierigkeiten. Mitten im GP fühlte er sich plötzlich unwohl am Steuer seines C34. Der Brasilianer vermutete ein Problem mit der Lenkung. Doch auch elf Tage nach dem GP Japan stochern die Sauber-Ingenieure noch im Dunkeln.

"Um ehrlich zu sein, wissen wir nicht, was los war", berichtete Nasr. "Einer der Gründe war ein loses Teil, das den Unterboden beschädigt hat. Aber das kann nicht alles gewesen sein." Bei Sauber berichtet man davon, dass die Telemetrie-Daten mal auf ein Lenkproblem hingedeutet hätten, in der nächsten Runde aber wieder nicht. Zur Sicherheit tauschte das Team am Auto von Nasr alle relevanten Teile aus, die mit der Lenkung zu tun haben.

Sochi sollte dem C34 entgegenkommen

Jetzt hofft man auf ein reibungsloses Wochenende. Und ein regenloses obendrein, um das volle Potential des neuen Aeropakets, das in Singapur debütierte, endlich ausschöpfen zu können. "Am Freitag könnte es regnen. Wenn das so sein sollte, wäre das sehr frustrierend für uns", sagt Ericsson bangend. "Wir wollen mit unserem neuen Paket arbeiten und beim Setup in verschiedene Richtungen experimentieren, um das Maximum herausquetschen zu können. Im Nassen geht das nicht."

Trockene Trainingssitzungen sind für Sauber nicht nur im Hinblick den GP Russland wichtig. Sondern auch für die Entwicklung für die kommende Saison. "Unser Hauptziel ist es zu evaluieren, wo wir das Auto für 2016 besser machen müssen. Was wir vor allem brauchen, ist mehr Abtrieb", erklärt Nasr. Der 23-Jährige hat gute Erinnerungen an das Vorjahr. "Ich bin im GP2-Rennen von P18 bis aufs Podium vorgeschossen."

Für das Rennen in Sochi rechnen sich die beiden Piloten gute Chancen aus. Der Kurs mit den zwei langen Vollgaspassagen und den mittelschnellen Kurven sollte dem C34 entgegenkommen. Vor allem, weil es keine Bodenwellen gibt, die für Sauber in diesem Jahr Gift sind. "Selbst die Kerbs sind flach", freut sich Ericsson.

Frische Motoren für Sauber

Einen Schlüssel für ein gutes Ergebnis sieht der Schwede im Umgang mit den Reifen. Bei der Premiere 2014 hatten alle Teams Schwierigkeiten, die Gummis ins richtige Arbeitsfenster zu bringen. Erst nach mehreren Runden kam Temperatur in die Walzen. Der Reifenverschleiß war entsprechen des glatten Asphalts äußerst gering.

"Ok, wir haben zwar weichere Mischungen als im letzten Jahr, aber niemand weiß genau, wie sich das auf den Aufwärmprozess und den Verschleiß auswirken wird. Falls es morgen regnen sollte, wäre es umso schwerer, die Reifen zu verstehen", erklärt Ericsson für den Russland 2014 das letzte Rennen war. Danach machte sein ehemaliger Rennstall Caterham aus finanziellen Gründen dicht.

Beide Piloten greifen in Sochi auf frische Motoren zurück. Eine Strafe gibt es nicht, weil es sich um die vierte Antriebseinheit handelt. In den Genuss der neuesten Ferrari-Motorenspezifikation, welche die Italiener in Monza einführten, kommt Sauber allerdings nicht. Das Kundenteam bekommt wie schon in Spa die V6-Turbos mit Stand GP Kanada. "Wir wussten, dass es so kommen würde. Aber soweit mir bekannt ist, ist das letzte Update nicht so ein großer Schritt", redet Ericsson die Unterschiede klein. "Das Upgrade, das wir in Spa bekommen haben, war ziemlich gut."

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