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Sauber holt 14 WM-Punkte in Australien

Von Null auf 3 in der Teamwertung

Felipe Nasr - Formel 1 - GP Australien 2015 Foto: xpb 71 Bilder

Sauber hat in Australien endlich wieder Punkte eingefahren. Felipe Nasr und Marcus Ericsson sorgten für die ersten Top Ten-Resultate seit fast anderthalb Jahren. Für Sauber kam der sportliche Erfolg genau zur richtigen Zeit.

15.03.2015 Tobias Grüner

Für Sauber war es keine einfache Melbourne-Woche. Doch am Rennsonntag war der ganze Ärger um den Van der Garde-Gerichtsprozess plötzlich verflogen. Die blauen Autos aus Hinwil zeigten sich deutlich konkurrenzfähiger als ihre grauen Vorgänger im Vorjahr. Felipe Nasr raste überraschend auf Rang 5, Marcus Ericsson landete auf Position 8.

Sauber mit ersten Punkten nach 16 Monaten

Damit sammelte Sauber insgesamt 14 Punkte. Nach der Nuller-Saison 2014 ein ungewohntes Gefühl für die Fans des Schweizer Rennstalls. Der letzte Sauber-Pilot, der es in die Top Ten schaffte, hieß Nico Hülkenberg - im November 2013 in Sao Paulo. Mit dem guten Ergebnis aus Melbourne schob sich das Team aus Hinwil sogar auf Rang 3 in der Teamwertung. Nur Mercedes und Ferrari konnten besser punkten.

"Sauber im Vorjahr – das war ein Ausrutscher. Unsere Messlatte liegt normalerweise schon höher als der letzte Platz", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn zufrieden. "Wir haben im Winter hart dafür gearbeitet, dass wir wieder aus eigener Kraft bessere Ergebnisse erzielen. Und wenn sich eine Chance ergibt, sie dann auch ergreifen zu können. Letztes Jahr waren wir gar nicht in der Nähe um solche Gelegenheiten zu nutzen."

Die Fortschritte sind erkennbar. Das Auto ist zuverlässig. Und auch der Speed stimmt. Sauber scheint wieder regelmäßig um Punkte kämpfen zu können - auch ohne die Ausfallorgie und die Probleme der Konkurrenz. "Das Gesamtpaket ist besser: Ferrari hat einen riesen Sprung in Sachen Motor gemacht. Und uns ist auch beim Chassis ein Schritt nach vorne gelungen", so Kaltenborn.

Nasr konstant und schnell

Einen großen Anteil an der Punkteausbeute in Melbourne hatte auch Felipe Nasr. Der auf Rang 10 gestartete Rookie pflügte sich schon in den ersten Kurven nach vorne. Dabei hatte er gleich mit mehreren Konkurrenten Feindkontakt. Kompromisslos aber nicht unfair setzte sich der Brasilianer durch. Sein C34 überstand mehrere kleinere Kollisionen ohne Schäden.

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