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Sauber holt WM-Punkt in Ungarn

Hoffnung auf Spa und Monza

Marcus Ericsson - GP Ungarn 2015 Foto: Sauber 22 Bilder

Nach drei Rennen ohne Zählbares ergatterte Sauber in Ungarn einen WM-Punkt. Trotzdem rutschte man in der Konstrukteurs-Wertung zurück. Die Hoffnung des Teams richtet sich auf die zweite Saisonhälfte und auf die schnelleren Strecken.

31.07.2015 Andreas Haupt

In der letzten Saison stand nach 19 Rennen eine dicke Null in der Sauber-Bilanz. 2015 sieht es für das Team aus Hinwill bedeutend besser aus. Felipe Nasr und Marcus Ericsson sammelten in zehn WM-Läufen zusammen 22 Zähler. Den letzten durch den zehnten Platz des Schweden beim GP Ungarn vor der Sommerpause. "Wir verdienen es, einen Punkt eingefahren zu haben", befand Ericsson.

Sauber krebst lange im Hinterfeld herum

Nach einem Punktefang hatte es für Sauber nach dem Qualifying nicht ausgesehen. Beide Fahrer scheiterten in Q1. "Die Strecke passte nicht so recht zu unserem Auto. In den Trainingssitzungen haben wir gekämpft. Auch wenn das Qualifying schon besser war. Mein Ingenieur hat die richtigen Änderungen vorgenommen", lobte der Schwede.

Im Rennen wurde der Sauber C34 noch ein bisschen besser. Der Asphalttemperatursturz von 54 auf 44 Grad machte das Auto flotter. "Die extremen Temperaturen hatten es uns ziemlich schwierig gemacht. Mit unserem fehlenden Abtrieb sind wir noch mehr herumgerutscht. Die niedrigeren Temperaturen haben uns dann geholfen."

Trotzdem krebsten die Sauber im Hinterfeld herum. Nur noch die Manor-Piloten waren schlechter unterwegs. Bis zum Unfall von Nico Hülkenberg in der 41. Runde nahmen Ericsson und Nasr die Positionen 17 und 18 ein. Also wie im Qualifying. Vor dem Restart rutschten beide noch einen weiteren Rang nach vorne, weil am Force India von Sergio Perez sicherheitshalber die Nase getauscht wurde.

Kurzzeitig sogar vor Mercedes

In den letzten 20 Umläufen rutschte man Stück für Stück nach vorn. Begünstigt durch Ausfälle, Strafen und Unfälle der Konkurrenz. "Unsere Geschwindigkeit war besser als erwartet. Natürlich hatten die anderen Probleme. Aber wir konnten mit unserem Auto kämpfen", warf Ericsson ein.

In den Runden 59, 60, 61 und 65 tauchte der 24-Jährige zwischenzeitlich sogar auf dem neunten Rang auf. Die beiden Mercedes-Piloten waren aufgrund ihrer Pannen hinter ihn gefallen, schnappten sich Ericsson aber wieder. So wurde es schließlich die zehnte Position. "Als kleines Team musst du Profit ziehen aus solchen Rennen", meinte ein zufriedener Pilot.

Sein Teamkollege landete knapp hinter ihm. "Wir hatten eine gute Strategie im Rennen. Dennoch kam ich nicht weiter nach vorne, auch weil ich im Verkehr steckenblieb und dadurch Zeit verlor. Marcus zeigte eine gute Leistung, ihm gelang ein Punkt und ich war nahe dran. Nichtsdestotrotz haben wir heute das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht."

Trend spricht für Ericsson

Trotz des Zählers fiel Sauber in der Konstrukteurs-WM vom siebten auf den achten Platz zurück, da sich Toro Rosso mit Max Verstappens vierten Rang 12 Punkte griff. Und von hinten rollt McLaren-Honda heran. Die Briten schieben im Gegensatz zu Sauber eine Ausbaustufe nach der anderen nach. Alles eine Frage der finanziellen Ressourcen. Wie lange sich Sauber noch vor McLaren halten kann, bleibt daher fraglich.

Für die Rennen nach der Sommerpause warten auf den C34 nach langer Zeit mal wieder ein paar Upgrades. "In Spa bekommen wir ein Update am Motor. Die Strecke sollte uns wie später Monza entgegenkommen. In Singapur bekommen wir dann ein Aero-Upgrade, was uns auf der Chassis-Seite voranbringen wird", erzählt Ericsson.

An den letzten vier GP Wochenenden hatte der ehemalige Caterham-Pilot drei Mal die Nase gegenüber Nasr vorn. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Wobei der Brasilianer beim GP England wehrlos war. Das Getriebe in seinem Sauber streikte. "Es ist ein schöner Trend. Ich arbeite gut mit meinem Ingenieur zusammen und spreche viel mit meinem Mentaltraininer. Der Ansatz hilft mir, mich wohler zu fühlen und noch besser zu konzentrieren", sagte Ericsson.

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