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Sauber im Pech

Hülkenberg krank

Nico Hülkenberg - GP Indien 2013 Foto: Sauber

Sauber trauert immer noch dem verlorenen sechsten Platz von Indien nach. Es ist ein Rätsel, warum die linke vordere Bremsscheibe brach. Jetzt kommt es noch dicker. Nico Hülkenberg meldete sich krank. Mit dem berüchtigten Magen-Darm-Virus aus Indien.

31.10.2013 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg verbrachte den ersten Tag von Abu Dhabi im Hotelzimmer. Der Sauber-Pilot hat sich in Indien einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Da war Bettruhe statt Pressekonferenz angesagt, um am Freitag im Training teilnehmen zu können. Hülkenberg hatte damit genug Zeit, noch einmal den GP Indien Revue passieren zu lassen. Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag der lange Rheinländer vier Sekunden hinter Sergio Perez. Der McLaren-Pilot wurde Fünfter. "Den hätte ich nicht gepackt. McLaren war ein bisschen zu schnell für uns, vor allem im zweiten Stint", meinte Hülkenberg direkt nach dem Rennen in Indien. "Aber Sechster wären wir geworden", ist sich Teammanager Beat Zehnder sich. "Kimi wäre durch den Boxenstopp hinter uns gefallen. Und Hamiltons Zeiten wurden so langsam, dass Nico ihn noch überholt hätte."

Am Sauber brach die vordere linke Bremsscheibe

Es kam nicht so weit. Beim Anbremsen der Zielkurve brach links vorne aus heiterem Himmel die Bremsscheibe. "Das Auto zog plötzlich stark nach rechts", erinnert sich der Fahrer. Praktisch: Er konnte gleich in die Boxengasse abbiegen. Über die Gründe rätselten Brembo-Techniker und Sauber-Ingenieure noch vier Tage nach dem Vorfall. Die Scheibe war zum Zeitpunkt des Schadens erst 800 Kilometer alt. Normalerweise halten die Scheiben 4.000 Kilometer.

"Es hat sich auch nichts an der Telemetrie angedeutet. Alle Temperaturen lagen im grünen Bereich", berichtet Chefingenieur Tom McCullough. Da drängt sich der Verdacht auf, dass es sich möglicherweise um einen Materialfehler gehandelt hat. 

23 statt 17 Punkte Rückstand

Sauber könnte der Defekt teuer zu stehen kommen. Im Kampf mit Force India um Platz 6 in der Konstrukteurs-Wertung hat man drei Rennen vor Schluss plötzlich nicht mehr 17, sondern 23 Punkte Rückstand. "Wir hätten fünf Punkte gutmachen können, wenn Nico ins Ziel gekommen wäre", ärgert sich Zehnder. Jetzt wird es schwer. Da muss ein zweistelliger Punktegewinn her, wenn Sauber die Inder noch abfangen will. Abu Dhabi zählt von der Papierform her nicht zu den Lieblingsstrecken des C32. "Es gibt zu viele Haarnadelkurven", heißt es im Lager der Eidgenossen. Andererseits zählt an sechs Stellen auf dem 5,554 Kilometer langen Kurs eine gute Traktion. Und in der Disziplin ist zur Zeit nur Red Bull besser. 

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