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Sauber im Pech mit Upgrade

Nasr mit vollem Pech-Programm

Felipe Nasr - Sauber - GP Belgien 2016 Foto: Sauber 111 Bilder

Sauber brachte als einziges Team ein echtes Upgrade nach Spa. Doch der Einsatz der Schweizer Truppe war vom Pech verfolgt. Marcus Ericsson schied mit Getriebeproblemen aus. Felipe Nasr bekam das volle Programm: Reifenplatzer, Schäden am Auto, Strafe durch die Sportkommissare.

29.08.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

Bei Sauber tut sich etwas. Man spürt, dass dieses Team nicht mehr ums Überleben kämpft. Nach der Übernahme durch die schwedischen Investoren heuert der Rennstall neue Ingenieure an und bringt das Auto auf Vordermann.

Das 2017er Programm läuft zwar mit Verspätung, aber es läuft auf vollen Touren. Der Sauber C35 bekam sein erstes großes Upgrade-Paket. Dem neuen Heckflügel folgte eine kürzere Nase, ein neuer Frontflügel, neue Leitbleche und Bremsbelüftungen und ein modifizierter Unterboden.

Die Änderungen brachten noch nicht ganz so viel wie der Windkanal versprach, aber die Fahrer notierten einen Fortschritt. „Jetzt haben wir vorne fast zu viel Abtrieb“, lachte Felipe Nasr. „Wir müssen noch lernen, wie wir das Auto ausbalancieren. In Spa war das besonders schwierig, weil da der Top-Speed eine große Rolle spielt und dich aerodynamisch etwas einschränkt. Außerdem musst du die Balance so hinkriegen, dass die Reifen nicht leiden.“

Nasr kürzt in Les Combes ab

Nasr fehlten nur 48 Tausendstel zum Aufstieg ins Q2. Nach einem guten Start lag der Brasilianer in Eau Rouge auf Platz 11. Dann platzte dem Sauber-Piloten in Kurve 14 der linke Hinterreifen. „Von La Source bis hoch zur Kemmel-Geraden lag ein Trümmerteppich. So etwas habe ich noch nie gesehen“, beschrieb Nasr die Hinterlassenschaften der beiden Ferrari und von Max Verstappens Red Bull.

Die Wrackteile und der Reifenplatzer beschädigten auch die Bodenplatte vor dem linken Hinterrad. „Das waren gleich 20 Punkte weniger Abtrieb“. Trotzdem hielt der Brasilianer anfangs Esteban Ocon in Schach und verlor Kimi Räikkönen und Max Verstappen nur langsam aus den Augen.

Nach dem Re-Start war Nasr auf Soft-Reifen unterwegs, die er aber schon nach 14 Runden wieder los wurde. „Darauf habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Durch das Abtriebs-Manko gingen die Hinterreifen schneller in die Knie als erwartet.“

Die gebrauchte Garnitur Medium musste 21 Runden bis ins Ziel halten. Doch der Angriff auf den Manor von Esteban Ocon endete auf der Strafbank. Nasr kürzte nach dem Überholmanöver durch die Auslaufzone von Les Combes ab. „Die Sportkommissare meinten, ich hätte einen Vorteil gehabt. Dabei war ich schon vor der Kurve an Ocon vorbei.“

Auch Marcus Ericsson hatte kein Glück. Im Training musste der sechste Turbolader eingebaut werden. Die Startplatzstrafe hatte keine Auswirkungen, weil Hamilton und Alonso noch weiter nach hinten rückten. Wegen Kühlproblemen startete der Schwede aus der Box. Er fand schnell den Anschluss ans Feld, bis ihn der sechste Gang verließ. Nach 3 Runden war Schluss.

Neuester Kommentar

Auch ein junges Talent kommt mit einem defekten Getriebe nicht über die Renndistanz.
Ausserdem finde ich besonders Ericsson durchaus talentiert. Auch ein Ersatz für Nasr bringt im jetzigen Auto nichts. er ist schnell, aber auch Südländer. Das kriegt er aber sicher auch noch in den Griff.

JB52 30. August 2016, 15:14 Uhr
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