Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Sauber in Singapur

Schlechte Pace und Safety-Car-Pech

Sauber - Formel 1 - GP Singapur - 21. September 2012 Foto: dpa 57 Bilder

In Singapur fuhr die Saison-Achterbahn bei Sauber wieder abwärts. Zur langsamen Pace gesellte sich im Rennen auch noch Pech mit dem Safety-Car. In Suzuka soll es aber schon wieder nach oben gehen. Die Schweizer haben Platz fünf in der Teamwertung noch nicht aufgegeben.

24.09.2012 Tobias Grüner

Ein Blick auf die Punktewertung zeigt in nackten Zahlen, das die Jubel und Ärger bei Sauber in diesem Jahr nahe beinander liegen. Fünf Mal schon mussten die Schweizer punktlos von einem Grand Prix abreisen. Und auch in Singapur sah es schon fast so aus, als wäre außer Spesen wieder einmal nichts gewesen. Erst in der Verlängerung am Grünen FIA-Tisch gab es noch einen Zähler für Sergio Perez, nachdem Mark Webber eine 20-Sekunden-Strafe addiert wurde.

Singapur zu wellig für Sauber

Teamchef Peter Sauber konnte das selbstverständlich auch nicht mehr glücklich stimmen. "Wir wussten schon bevor wir herkamen, dass das für uns schwierig wird. Das liegt primär an den Bodenwellen", so die etwas zerknirschte Analyse.

Die Schwäche auf unebenem Untergrund kennt man noch aus alten BMW-Zeiten. Eigentlich hatte man gehofft, dass sie in den letzten Jahren nicht mehr so ausgeprägt ist. Doch der Abtriebsverlust im Heck durch das unruhige Auto war für die Piloten deutlich spürbar und für die Ingenieure an den Daten klar erkennbar.

Die erste Quittung folgte schon Im Qualifying. Mit den Startplätzen 14 und 18 lief es noch schlechter als gewöhnlich. Für das Rennen hatte man die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben. "Da ist unsere Pace immer klar besser, was vor allem an dem schwereren Auto liegt", so Sauber. Doch dann kam auch noch Pech mit der Strategie und dem Timing des Safety-Cars dazu.

Beide Sauber-Piloten vom Safety-Car ausgebremst

Sergio Perez hatte vor der Neutralisation zweimal harte Reifen aufziehen lassen. Er brauchte also noch einmal die weichen Gummis. Mit denen rot-markierten Pirellis hätte er das Rennen aber nicht durchfahren können als das Safety-Car kurz nach Rennhalbzeit auf die Bahn geschickt wurde. Im Gegensatz zu Konkurrenz konnte er die Neutralisation nicht zum günstigen Boxenstopp nutzen.
 
Kamui Kobayashi war erst kurz vor dem Safety-Car zum Reifenwechsel gekommen und hatte sich die superweichen Gummis abgeholt. Der Japaner entschied sich damit früh für drei Stopps, während die direkten Gegner dank der langen Ruhephase im Rennen mit zwei Besuchen bei den Mechanikern über die (verkürzten) Runden kamen.

"Mit dem Safety-Car hat man mal Glück, mal hat man Pech. Heute war es eben zu unseren Ungunsten. Sonst hätte es vielleicht noch ein paar Punkte gegeben", bedauerte Sauber. Der Teamchef konnte dem Ganzen aber sogar noch etwas Positives abgewinnen: "Wenn man in einer guten Position liegt und dann Pech hat, dann ist das sicher noch schlechter als hier."

Hoffnung für Suzuka

In Suzuka soll es aber schon wieder aufwärts gehen. Die Strecke ist eben und von den schnellen Kurven her ähnlich wie Spa, wo die Schweizer mit beiden Autos in den ersten beiden Startreihen stand. "Das passt wieder deutlich besser zu uns", ist sich Peter Sauber sicher.

In Japan sollen auch noch einmal neue Teile ans Auto kommen. Schon in Singapur präsentierte man ein kleines Update. "Das hat aber nicht funktioniert", erklärt Sauber. "Was aber nicht am Update sondern an der Strecke lag."

Sauber schaut nach hinten und nach vorne

Den Kampf mit Mercedes hat der Teamchef noch nicht aufgegeben, auch wenn die Silberpfeile dank des fünften Platzes von Nico Rosberg wieder auf 25 Punkte-Distanz weggezogen sind. Von hinten hat Force India elf Zähler gut gemacht und liegt nun nur noch 26 Punkte entfernt.
 
"Wir müssen auf beide achten", erklärt Peter Sauber und fügt an: "Ich habe es übrigens nicht gerne, wenn man vom Kampf mit Mercedes spricht. Man muss ein Ziel haben. Und das ist der fünfte Platz. Wer den aktuell hat ist eigentlich egal."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden