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Sauber mit neuem Unterboden

Manor hofft auf punktlose Schweizer

Sauber - GP Japan - Suzuka - Donnerstag - 6.10.2016 Foto: ams 119 Bilder

Sauber hat für den GP Japan einen überarbeiteten Unterboden im Gepäck. Er rundet das Paket ab, das vor der Sommerpause eingeführt wurde. Bei Manor hofft man, dass die Schweizer keinen Punkt mehr in diesem Jahr abstauben.

06.10.2016 Andreas Haupt

Es geht um über 20 Millionen Euro in der Ausschüttung von Bernie Ecclestone. Manor und Sauber trennt in der Team-WM ein Punkt. Ein Pünktchen, das Pascal Wehrlein in Österreich einfuhr, und das über diese große Summe entscheidet. Das kleine Team aus Banbury hat nach 16 Rennen den Vorteil auf seiner Seite.

Ein Zähler klingt nach keinem großen Polster. Dabei ist es eines. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sauber in dieser Saison noch einen Punkt abstaubt, ist ziemlich gering. Oder besser gesagt: Wenn nichts Verrücktes mehr passiert, wird es wie schon 2014 eine punktelose Saison für die Schweizer.

Sauber kämpft um einen Punkt

Doch Sauber kämpft und wertet seine Mini-Chance mit einem Upgrade auf. Für das Rennen in Japan hat die Truppe aus Hinwil einen überarbeiteten Unterboden im Gepäck, der eine bessere Anströmung zum Diffusor gewährleisten soll. Zwei Drittel des Pakets waren schon in Malaysia am Auto. Es handelte sich um den hinteren Fahrzeugteil. Das vordere Drittel wurde für Suzuka fertig gestellt und wird im Training getestet.

Der Unterboden rundet das Upgrade-Paket aus Front- und Heckflügel ab, das Sauber schon vor der Sommerpause einführte. „Wir werden morgen an beiden Autos die neuen Teile ausprobieren. Aber Marcus und ich fahren ansonsten unterschiedliche Konfigurationen“, berichtet Felipe Nasr. „Wir wollen so schauen, was am besten zusammenpasst. Wenn wir 2 bis 3 Zehntel mit der optimalen Paket-Zusammenstellung herausholen, wäre das fantastisch.“

Bei Manor hört und sieht man die Sauber-Fortschritte nicht gerne. „Unser letztes großes Update hatten wir vor der Sommerpause. Jetzt gibt es nur noch Kleinigkeiten und Optimierungen“, sagt Wehrlein. Manor fehlt das Geld und die Ressourcen, um noch große Sprünge zu machen. Sauber schippert dagegen seit der Übernahme durch die Schweizer Investment-Gesellschaft Longbow Finance S.A. wieder in ruhigerem Gewässer.

Der Manor-Pilot führt aus: „Bei uns arbeiten rund 170 Leute. 60 davon sind permanent unterwegs zu den Rennen. Und der Rest besteht auch nicht nur aus Ingenieuren. Es war klar, dass wir irgendwann die Entwicklung einstellen müssen und uns auf 2017 konzentrieren. Sauber hat die doppelte Belegschaft und deshalb mehr Möglichkeiten.“

Suzuka mit zu vielen Kurven für Manor

Wehrlein hofft: „Hoffentlich holt Sauber keinen Punkt mehr. Den zehnten Platz zu halten, wäre immens wichtig. Mehr Geld bedeutet, dass du mehr Leute einstellen und damit die Entwicklung besser vorantreiben kannst. Du hast einfach mehr Ressourcen.“ Schon mit einem Zähler für Sauber würde das große Geld nicht mehr nach England, sondern in die Schweiz gehen. Weil Sauber bessere Platzierungen vorzuweisen hat als Manor. Felipe Nasr und Marcus Ericsson fuhren insgesamt vier 12. Plätze heraus. Kein Manor-Fahrer hat solch eine Platzierung außerhalb der Punkteränge vorzuweisen.

In Suzuka kann Manor aus eigener Kraft wohl nicht gegen die Schweizer kämpfen. „Die Strecke hat zu viele Kurven für uns“, fürchtet Wehrlein. 18 Kurven, die dem Auto mit dem geringsten Anpressdruck im Feld besonders schmerzen. Würde da der prognostizierte Regen helfen? „Unseren Nachteil im Trockenen schleppen wir auch im Nassen mit“, fürchtet Wehrlein. „Aber klar: Es könnte im Regen wenigstens mehr passieren.“

Ocon und der Speed-Limiter

Sein Teamkollege Esteban Ocon machte in Malaysia Fortschritte. Erstmals besiegte er Wehrlein im Qualifying. Der großgewachsene Ocon sitzt seit Malaysia tiefer und besser im Auto. „Ich fühle mich wohler und kann mehr herausholen. Vorher waren die Beine das große Problem. Meine Knie sind ja ans Lenkrad gestoßen“, führt der 20-jährige Franzose aus.

Im Rennen schnitt Wehrlein wiederrum besser ab. Ocon bekam für zwei Vergehen in der Boxengasse zweimal fünf Strafsekunden aufgebrummt. „Beim ersten Mal war es mein Fehler. Ich habe am Boxenausgang zu früh den Speed-Limiter deaktiviert. Beim zweiten Mal hat die Kommunikation mit dem Team nicht gepasst. Ich dachte im Rennen, ich sei beim ersten Stopp zu schnell in die Box gekommen. Dabei war das Problem das Rausfahren. Deshalb habe ich beim nächsten Stopp einen Meter früher gebremst. Und beim Beschleunigen passierte wieder das gleiche.“

Trotzdem unterstrich Malaysia, dass Ocons Leistungen besser und besser werden. Wehrlein gibt sich aber unbeeindruckt: „Esteban wird als sehr guter Fahrer angesehen. Das wertet dann wiederrum meine Leistungen auf. Rio Haryanto wurde in der ersten Saisonhälfte einfach unterschätzt.“

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