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Sauber verpasst Chance

Ericsson verzockt Punkte knapp

Marcus Ericsson - Sauber - Sebastian Vettel - Ferrari - GP England - Silverstone - Rennen - Sonntag - 5.7.2015 Foto: xpb 63 Bilder

Sauber brachte beim GP England nur ein Auto in die Startaufstellung. Felipe Nasr rollte mit einem Getriebeschaden aus. Mit Marcus Ericsson befand man sich im Rennen auf Kurs zu einem zehnten Platz. Bis man sich mit dem Wetter verzockte.

08.07.2015 Andreas Haupt

In Hinwill wartet man seit 3 Rennen auf Punkte. Auch in England gab es für Sauber keine neuen Zähler aufs Konto. Obwohl die Chance darauf groß war. Weil sich bereits am Start mehrere Gegner eliminierten. Und die Renngeschwindigkeit im Gegensatz zur Trainingsperformance passte. Im Qualifying hatten sich Marcus Ericsson und Felipe Nasr nur auf der 15. und 16. Position eingereiht.

Sechster Gang lässt Nasr im Stich

Doch Technik und falsche Taktik-Entscheidungen machten ein gutes Resultat zu Nichte. Zuerst erwischte es Nasr. Der Brasilianer konnte nicht am neunten F1-Rennen seiner Karriere teilnehmen. Weil in der Runde zur Startformation das Getriebe streikte.

"Es blieb im sechsten Gang stecken", berichtete der Formel 1-Neuling. Zwar kam er mit Hilfe der Streckenposten zurück zu seiner Crew in die Garage. "Leider haben wir dort aber einen irreparablen Schaden festgestellt", konstatierte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn. Nasr beklagte eine vergebene Chance: "Punkte wären heute definitiv drin gewesen. Es sind ja schon in der ersten Runde einige Fahrer rausgeflogen, danach noch weitere. Und dann kam ja auch noch der Regen."

Ohne Nasr hatte Sauber nur Ericsson als Punktehoffnung. Der Schwede profitierte von dem Startunfall in der dritten Kurve, der mit Romain Grosjean und Pastor Maldonado zwei Autos eliminierte, die vor ihm starteten.

Ericsson einmal zu oft an der Box

Zwar schob sich Daniel Ricciardo im dritten Umlauf vorbei an Ericsson, in der Folge schwamm der ehemalige Caterham-Pilot aber auf Rang 12 gut mit. "Hinsichtlich der Rundenzeiten konnte ich mit unseren unmittelbaren Konkurrenten mithalten."

Nach den Ausfällen von Ricciardo und Carlos Sainz befand sich Ericsson nach dem 32. Umlauf auf dem letzten Punkterang. Dort hielt er sich bis der erste Regen die Piste heimsuchte. Wie sein Verfolger Fernando Alonso wechselte Ericsson in der 37. Runde auf Intermediates. Zu früh, wie sich herausstelle. Weil der Asphalt nur teilweise bedeckt war, verheizte der 24-Jährige seine Reifen.

Sauber sah sich gezwungen, den 24-Jährigen reinzuholen und steckte ihm in der 41. Runde die Mediums auf. Der Wechsel auf die Trockengummis entpuppte sich als Fehler. "Wir dachten, dass wir in zwei bis drei Runden die Lücke zu Alonso wieder schließen würden. Aber der Regen verstärkte sich gerade in dem Moment als Marcus die Box verließ", erklärte Kaltenborn die Denkweise der Strategen. Einen Umlauf später holte Ericsson sich beim insgesamt vierten Stopp wieder Intermediates.

4,236 Sekunden fehlen auf einen WM-Zähler

Mit Kritik am eigenen Piloten rechtfertigte Kaltenborn die Herangehensweise. "Alonso hatte auch so früh wie wir auf Intermediates gewechselt. Nur hat er sie besser in Schuss gehalten." Auf den frischeren Pneus holte Ericsson zum Schluss auf Alonso auf. Doch um 4,236 Sekunden verfehlte er den Spanier. "Wenn es noch nasser gewesen wäre, hätte es geklappt", vermutete die Teamchefin.

Hat Sauber aus ihrer Sicht in England eine goldene Gelegenheit auf Zählbares verschenkt? "Ach, wir hatten in dieser Saison schon so viele sogenannte goldene Gelegenheiten. Ich denke da zum Beispiel an Malaysia oder Bahrain."

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