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Sauber

Perez fährt in Trance auf Platz zwei

Motor Racing - Formula One World Championship - Italian Grand Prix - Race Day - Monza, Italy Foto: xpb.cc 20 Bilder

Sergio Perez lieferte mit seiner Fahrt vom zwölften auf den zweiten Platz eine echte Galavorstellung ab. Der Mexikaner trumpfte einmal mehr als Reifenflüsterer auf. Die Strategie des Sauber-Teams ging voll auf.

09.09.2012 Bianca Leppert

Das Sauber-Team fährt scheinbar gerne Achterbahn. In Spa erlebte man mit einem guten Qualifying nach dem Horror-Crash eine Pleite. In Monza lief das Qualifying schlecht, nach dem Rennen war Partystimmung angesagt. Sergio Perez fuhr ein außerordentliches Rennen und kämpfte sich vom zwölften Startplatz auf den zweiten Rang vor und holte damit den dritten Podestplatz in dieser Saison.

Überraschendes Ergebnis

Eine der Achterbahn-Passagiere ist Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn. "Es ist einfach wunderschön", beschreibt sie das Gefühlschaos. "Die schönen Momente erlebt man bewusster, wenn man vorher gelitten hat", sagt sie. Der Stein, der ihr am Sonntag in Monza vom Herzen fällt, ist aber gar nicht so groß, wie mancher vielleicht erwartet. "Weil wir nicht realistisch erwartet haben, so weit nach vorne zu fahren", sagt Kaltenborn. "Diese Strecke liegt uns eigentlich nicht so gut."

Der Schlüssel zum Erfolg? Zum einen die Strategie mit vollem Tank auf den harten Reifen zu starten. "Der Performanceunterschied zwischen den beiden Reifenvarianten war nicht so groß, deshalb haben wir im ersten Stint nicht so viel Zeit verloren", sagt Teammanager Beat Zehnder, dem die mexikanische Flagge über die Schulter hängt.

Zehnder weiß um die Qualitäten seines mexikanischen Schützlings. "Auf den weichen Reifen hat sich Sergio fast in Trance gefahren. Er wurde immer schneller. Hut ab vor dieser Leistung." Das Erfolgsgeheimnis von Perez? Er ist ein Reifenflüsterer und merkt genau, wann die Reifen wie abbauen.

Perez im ständigen Kontakt mit der Box

"Der erste Teil des Rennens war mit den harten Reifen nicht einfach für mich, aber das war ganz sicher die richtige Strategie", sagte Perez. "Ich war oft in Funkkontakt mit der Box. Ich hatte Sorge, dass die Reifen vielleicht plötzlich abbauen würden und wir die Strategie ändern müssten. Wir wussten auch nicht, wie schnell ich sie anfangs auf Temperatur bringen könnte. Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr: Es hat funktioniert, und ich konnte so lange draußen bleiben wie ich für die Strategie sollte."

Kobayashi nicht schnell genug

Kamui Kobayashi hatte hingegen mit den Reifen zu kämpfen. Er musste früher als geplant an die Box kommen, das brachte die Strategie wiederum durcheinander. Bis Runde 20 war er auf der harten Mischung unterwegs, anschließend beendete er das Rennen mit der weicheren Mischung auf dem neunten Platz.

"Was mein Rennen betrifft, kann ich mich nicht beschweren, aber aus irgendwelchen Gründen war ich nicht schnell genug", sagte der Japaner. "Klar, ich war auf einer anderen Strategie, weil ich ja mit meinen Reifen aus dem Top-Ten-Qualifying starten musste. Mit beiden Mischungen fehlte mir Erfahrung, weil wir am Freitag keine längeren Distanzen fahren konnten."
 

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