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Sauber-Problem gefunden

Vakuum im Tank stoppte Hülkenberg

Sauber - Formel 1 - GP Malaysia - 20. März 201 Foto: ams 21 Bilder

Nico Hülkenbergs Saisonauftakt scheiterte an einem äußerst seltenen Defekt. Zwei Stunden vor dem Start rieselte beim Betanken Benzin aus dem Sauber mit der Startnummer 11. Schuld war ein Vakuum im Tank. Mit einem neuen Chassis soll das Problem nicht wieder auftreten.

21.03.2013 Michael Schmidt

Inzwischen ist klar, was Nico Hülkenberg beim GP Australien schon vor dem Start des Rennens gestoppt hat. Die Undichtheit im Tank war die Folge eines Vakuums, das beim Betanken entstand. Dabei hat sich die Tankblase plötzlich in sich zusammengezogen. Der Druck war so hoch, dass einer der vier Befestigungsbolzen ausgerissen ist. Dabei wurde die Tankblase beschädigt.

Problem soll sich nicht wiederholen

Warum das Vakuum entstand, kann vermutlich nie herausgefunden werden. "Es gibt da zwei bis drei mögliche Gründe, denen wir nur nach dem Ausschlussverfahren vorbeugen können. Eine Wiederholung des Falles wird es nicht geben", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn.
 
Ein möglicher Grund: Das Vakuum entstand bereits, als am Abend vor dem Rennen Sprit abgesaugt wurde, bevor es in den Parc fermé ging. Da werden 48 Liter pro Minute abgepumpt. Möglicherweise funktionierte die Entlüftung nicht wie vorgesehen.

Neues Sauber-Chassis für Malaysia

Vor Ort war das Problem nicht auf die Schnelle zu lösen. Der Ein- und Ausbau eines Tanks ist ein aufwendiges Geschäft. Bei den modernen Autos muss die Cockpitrückwand herausgeschnitten werden, um die Kunststoffblase in dem Hohlraum hinter dem Fahrersitz unterzubringen. Das ist die Arbeit eines Tages und muss in der Fabrik erledigt werden.

Für das Rennen in Malaysia wird Nico Hülkenberg mit einem neuen Chassis antreten. Dabei handelt es sich um die Ersatzversion, die schon in Australien dabei war. Eine neues Ersatzchassis ist bereits an der Strecke in Sepang eingetroffen. Die alte Karbon-Röhre wurde von Melbourne direkt zurück in die Fabrik nach Hinwil verfrachtet.

Hülkenberg hofft auf Malaysia-Punkte

Hülkenberg selbst nimmt das Technik-Malheur aus Melbourne mit Galgenhumor zu nehmen. "Ich werde in Australien immer schlechter. Beim ersten Anlauf 2010 bin ich bis Kurve zehn gekommen, letztes Jahr bis Kurve eins und diese Saison nicht mal bis zum Start. Dabei mag ich das Rennen eigentlich. ich würde gerne mal zuende fahren."

In Malaysia hofft er auf mehr Glück. "Die Strecke könnte unserem Auto besser liegen. Meine Bilanz ist hier nicht schlecht. Ich war immer in den Punkten. Das will ich natürlich fortsetzen. Dass ich das Rennen in Melbourne nicht fahren konnte, ist natürlich ein kleiner Nachteil."

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