Nico Hülkenberg, Sauber, Formel 1-Test, Jerez, 5.2.2013 46 Bilder Zoom

Sauber-Start ohne Dramen: Temperaturen im grünen Bereich

Sauber hat sich mit seinem mutigen Auto weit aus dem Fenster gelehnt. Die größte Sorge galt den Temperaturen unter den schmalen Seitenkästen. Alles blieb im grünen Bereich. Nico Hülkenberg drehte 79 Runden. Die Rundenzeit war an diesem Tag zweitrangig.

Der neue Sauber C32 hat seine erste Bewährungsprobe bestanden. Kein kochender Motor, keine überhitzten Elektronikboxen, keine durchgescheuerten Kabel. Das Konzept der Mini-Seitenkästen ging zumindest aus dieser Sicht auf. Nico Hülkenberg drehte 79 Runden.

"Ein Tag ohne Dramen", fasste Teamchefin Monisha Kaltenborn zusammen. "Die Rundenzeit war heute zweitranging." Der Vollständigkeit halber: Hülkenberg belegte mit einer Zeit von 1:20.699 den siebten Platz. Der lange Blonde gab dem ersten Testtag die Note 7 von 10, will aber daraus nicht viel ableiten. "Ich habe schon erlebt, dass der erste Testtag ganz anders lief als der Rest der Saison."

Hülkenberg sieht weniger Straße

Der erste Eindruck jedenfalls ist positiv. Dass die Wunschliste mit Änderungen am Auto lang ausfällt, ist normal. Für Hülkenberg ist es ein doppeltes Kennenlernen. Nicht nur das Auto ist neu, sondern auch der Motor und das Team. Da gibt es vieles, an das man sich erst einmal gewöhnen muss.

Beim Auto zum Beispiel die andere Sitzposition. "Der Cockpitwulst ist beim Sauber etwas höher als beim Force India. Das schränkt das Sichtfeld etwas ein. Ich sehe weniger von den Reifen, und das erste Stück Straße, das ich erkennen kann, liegt weiter weg." Für den WM-Elften keine große Sache. "Das verlief völlig unproblematisch. Ich habe mich schnell wohl gefühlt."

Drei Motoren in vier Jahren

Nach dem Cosworth- und dem Mercedes-Motor ist der Ferrari V8 bereits das dritte Triebwerk, das Hülkenberg innerhalb von vier Jahren kennenlernt. "Der Mercedes hat obenraus mehr Leistung, der Ferrari im mittleren Drehzahlbereich. Beim Cosworth war die Spitzenleistung auch nicht schlecht, aber nur im Training mit wenig Sprit im Tank. Im Rennen ging dann immer Power verloren." Fürs erste hat Hülkenberg nur einen Wunsch: "Ich möchte vom Fahrgefühl dort einsteigen, wo ich 2012 mit dem Force India aufgehört habe."

Michael Schmidt
Von am 5. Februar 2013
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