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Sauber-Technikchef James Key exklusiv

"Zu 90 Prozent auf neues Auto konzentriert"

James Key Foto: Sauber 32 Bilder

James Key, Technischer Direktor von Sauber, spricht mit auto-motor-und-sport.de exklusiv über die Entwicklung des neuen Autos für 2011, die Herausforderungen bei dieser Aufgabe und wie viel vom neuen Sauber schon fertig ist.

26.10.2010 Bianca Leppert

Wie weit sind Sie mit dem neuen Auto?
James Key
: Wir beschäftigen uns schon seit längerer Zeit mit dem neuen Auto und arbeiten weiter daran. Wir sind in der Mitte der Entwicklungszeit. Das Chassis und die Vorderachse sind fertig und wurden in die Produktion gegeben. Momentan arbeiten wir an der Hinterachse. Was die Aerodynamik angeht, entwickeln wir noch, denn wir wollen so viel Zeit wie möglich dafür offen lassen. Die Deadline bleibt so lange wie möglich offen. Wir machen Fortschritte, aber das dauert schon mehrere Monate und wird bis zum ersten Rennen weitergehen.

Wann ist denn die Deadline?
Key
: Das kommt darauf an. Die Deadline für das Chassis war vor einem Monat. Die Aerodynamik wird so lange wie möglich entwickelt. Für das erste Rennen liegt der Zeitpunkt ungefähr bei Januar oder Anfang Februar. Das gilt aber nur für das erste Rennen. Danach können wir ja noch überlegen, was wir dann machen.

Wie weit liegt ihr Fokus bereits auf dem neuen Auto im Vergleich zum aktuellen?
Key
: Wir konzentrieren uns zu 90 Prozent auf das neue Auto. Wir arbeiten mit dem aktuellen Auto noch an der Optimierung des Setups für die letzten Rennen und an kleinen Dingen, die wir noch verbessern können. Aber das geht von Rennen zu Rennen. Da kommt kein großer Entwicklungsschritt mehr.

Können Sie damit den Platz in der Konstrukteurs-WM halten?
Key
: Wenn die Dinge sich so entwickeln wie jetzt, dann denke ich schon. Deshalb haben wir uns den Plan so zurechtgelegt. Wir versuchen noch einen Schritt vorwärts zu machen. Es ist knapp, aber wir haben dieses Ziel. Außerdem glaube ich auch nicht, dass die anderen noch etwas in der Hinterhand haben. Es geht einfach darum, den besten Job zu machen. In Suzuka hatten wir ein gutes Rennen, aber ein schlechtes Qualifying. Wir müssen uns die Schwächen anschauen und aussortieren. Wir arbeiten noch am aktuellen Auto, aber mit den Teilen, die wir haben.

Gibt es spezielle Herausforderungen bei der Entwicklung des neuen Autos?
Key
: Ja, es gibt zwei Dinge, die aber für alle gelten. Ich drücke jetzt mal die Daumen, dass es nicht speziell an unserem Auto so ist. Es gibt eine große Veränderung am Diffusor, der nächstes Jahr viel flacheren sein wird. Das hat einen großen Effekt auf die aerodynamische Entwicklung. Da gibt es nicht viel Kontinuität von diesem zu nächstem Jahr, weil sich mit dem anderen Diffusor so viel ändert. Es ist immer schwierig, weil man nicht weißt, wie weit du es vorwärts bringen kannst. Wir wissen, dass das Auto jetzt sehr gut ist und wo die Schwachstellen sind, und wir wissen was wir tun. Aber nächstes Jahr gibt es eine größere Unbekannte. Und das größte Problem für alle ist, dass wir nicht wissen wie die Reifen sind. Du musst so designen und entwickeln, dass du später noch Spielraum hast, auf die Reifen zu reagieren.

Das hört sich nach Lotterie an. Ist es das?
Key
: Ja, ich denke schon. Pirelli gibt den Teams so viele Informationen wie sie haben. Wir haben schon eine Basis, aber sie entwickeln noch. Ich denke, erst bei den Wintertests wissen wir wirklich, wie die Reifen sein werden.

Sie haben angekündigt, neue Strukturen bei Sauber einzuführen. Was ist da passiert?
Key
: Wir haben die Aerodynamik-Abteilung ein wenig verändert - von der Struktur her wie sie arbeitet. Wir haben die Entwicklung auf mehr Leute aufgeteilt. Im Designbüro haben wir auch ein paar Änderungen vorgenommen. Wir haben neue Positionen geschaffen, um neue Leute hereinzubringen. Wir haben auch die "Vehicle Performance Group" erweitert, die für die Simulation zuständig ist und bisher nur aus zwei Leuten bestand.

Haben Sie auch schon über KERS entschieden?
Key
:  Wir haben das noch offen gelassen. Weil es noch ein paar Unbekannte wie die Aerodynamik und die Reifen gibt, wollen wir die Simulation noch genauer anschauen.

Wann wollen Sie das entscheiden?
Key:
Es gibt momentan keinen Zeitdruck. Wir wollen noch mehr über die Reifen und andere Dinge lernen, bevor wir uns festlegen.

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