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Sauber verliert auch Berufung

Scheitert van der Garde an der Superlizenz?

Giedo van der Garde - Sauber - GP Bahrain - Test 2 - 9. April 2014 Foto: xpb 39 Bilder

Giedo van der Garde hat vor Gericht auf ganzer Linie gegen Sauber gewonnen. Doch sein Start in Melbourne könnte an der fehlenden Superlizenz scheitern. Der Holländer hat sich zu spät für die Fahrerlaubnis beworben.

12.03.2015 Michael Schmidt

Um 9.30 Uhr Ortszeit begann am Donnerstag (12.3.2015) die Berufungsverhandlung im Fall Giedo van der Garde gegen Sauber vor einem Melbourner Gericht. Von Beginn an sah es nicht gut aus für den Schweizer Rennstall.

Der Rechtsbeistand der Eidgenossen konnte nicht schlüssig erklären, warum van der Garde ein Sicherheitsrisiko sei. Und er konnte auch nicht mit seiner Einlassung punkten, dass es zwei Wochen dauert, bis der Rennsitz für den Fahrer angepasst sei. Van der Garde erwiderte, dass dies normalerweise in drei Stunden erledigt sei.

Das Urteil fiel entsprechend eindeutig zu Gunsten des Fahrers aus. Sauber wurde verpflichtet Van der Garde ins Cockpit zu setzen. Obendrauf muss der Rennstall noch die Gerichtskosten tragen. Der Richter ordnete an, dass Sauber eine Liste mit Teameigentum an der Rennstrecke anfertigt. Diese werden wohl gepfändet, sollte das Team dem Urteil nicht nachkommen.

FIA Superlizenz-Prozess dauert 14 Tage

Van der Garde verklagte direkt im Anschluss auch noch Teamchefin Monhisha Kaltenborn, weil diese Ihn als Gefahr für andere Piloten auf der Rennstrecke bezeichnet hatte. Trotz des Sieges vor Gericht ist der Start Van der Gardes beim GP Australien 2015 aber längst nicht gesichert. Der Holländer ist nicht im Besitz einer gültigen Superlizenz. Der zuständige nationale Automobilclub hat die Lizenz offenbar erst am Mittwoch, den 11. März, beantragt.

Vom Antrag bis zur Ausstellung der Fahrerlaubnis vergehen in der Regel 14 Tage. Es gibt noch eine sogenannte Force Majeur-Klausel, die in begründeten Ausnahmefällen eine schnellere Bearbeitung ermöglicht. Aber selbst dafür hätte Van der Garde seinen Antrag 48 Stunden vor dem sogenannten "Initial Scrutineering" am Donnerstag um 16 Uhr stellen müssen.

Van der Garde ist also auf jeden Fall zu spät. FIA-Rennleiter wollte sich zu dem Fall allerdings nicht äußern. Das FIA Sicherheitsbehörde in Genf sei zusätndig. Falls Van der Garde wie erwartet keine Lizenz bekommt, müsste er seine Interessen gegen Sauber in zwei Wochen vor dem GP Malayasia erneut vor Gericht durchsetzen. Oder in Malaysia seinen Start mit dem Urteil von Melbourne erzwingen.

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