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Sauber träumt von Punkten

"Zum ersten Mal Vertrauen ins Auto“

Adrian Sutil - Formel 1 - GP USA - 1. November 2014 Foto: xpb 68 Bilder

Adrian Sutil startet in Austin vom neunten Platz. Für Sauber bedeutet der Sprung in die Top Ten das beste Trainingsergebnis in diesem Jahr. Sutil führte drei Gründe für das Wunder von Austin an: "Kühle Temperaturen, kein Wind, Vertrauen ins Auto."

02.11.2014 Michael Schmidt

Sauber schaffte zum ersten Mal in dieser Saison den Sprung in die Top Ten. Ausgerechnet mit Adrian Sutil, der sein Cockpit in dem Schweizer Team für Giedo van der Garde räumen soll. Es war ein Ausrufezeichen zur rechten Zeit. Sutil hat gezeigt, dass er im richtigen Auto immer noch Gas geben kann. Seinen Platz bei Sauber wird es wohl kaum noch retten. Esteban Gutierrez landete auf Rang 16 im Rahmen der Erwartungen.

Keine Geschenke für Sauber

Aus Sutils zehntem Platz wird am Sonntag sogar ein neunter, weil Jenson Button wegen eines Getriebewechsels fünf Positionen zurück muss. Sutil war über den Sprung ins Q3 so überrascht, dass er nach dem Top Ten-Finale zuerst in den Sauber-Pavillion ging. Saubers Physiotherapeut Jo Leberer suchte den Gräfelfinger vergeblich im Bereich hinter dem Parc fermé. Die TV-Journalisten im Fernseh-Gatter mussten auf die Erklärung der Sauber-Sternstunde warten.

Sutil stellte sofort klar: "Es hat nichts mit einem Upgrade zu tun, weil es keines gab. Heute hat einfach alles gepasst. Kein Wind, tiefe Temperaturen. Da überhitzen die Reifen nicht so stark wie sonst, wo wir unter dem fehlenden Abtrieb leiden. Das führt zu Rutschen und normalerweise zu hohen Reifentemperaturen. Diesmal hat es richtig Spaß gemacht. Das Auto fühlte sich geil an. Zum ersten Mal hatte ich Vertrauen."

Der Wahlschweizer freute sich darüber, dass der Sprung ins Top Ten Finale ehrlich erkämpft war, sieht man einmal von der Mithilfe Sebastian Vettels ab, der aus der Boxengasse starten muss. "Wir haben nichts geschenkt bekommen. Die zwei Teams, die nicht mehr da sind, wären sowieso hinter uns gestanden." Chefingenieur Giampaolo Dall‘Ara differenziert: "Wir haben alles aus dem Auto herausgeholt. Force India, McLaren und Toro Rosso offenbar nicht. Sie stehen im Vergleich zu sonst schlechter da als wir. Der Abstand zur Spitze blieb gleich. Lotus war sogar stärker als üblich. Maldonado hat uns echt Probleme bereitet." Der Italiener lobt auch den Fahrer. "Esteban bewegte sich im üblichen Rahmen. Adrian war acht Zehntel schneller. Er hatte Vertrauen ins Auto, der andere nicht, vorallem aus langsamen Kurven heraus."

Sutil glaubt an WM-Punkte

Dall‘Ara machte ebenfalls den Wind und die tiefen Temperaturen für das gute Abschneiden verantwortlich. "Sie sind zehn Grad unter dem Vortag gelegen. Dazu haben wir das Setup optimal hingebracht. Wir konnten den Schlupf der Hinterreifen reduzieren, was die Oberflächentemperatur gesenkt hat. Das hat uns mehr Grip gegeben. Adrian hat sich vom P3 an wohl in seinem Auto gefühlt." Die Frage aller Fragen ist jetzt, ob Sauber den Coup im Rennen wiederholen und die ersten WM-Punkte der Saison einstreichen kann. Sutil glaubt schon: "Warum nicht? Die Temperaturen sollen in dem Bereich bleiben." Dall‘Ara warnt vor zwei Problemen: "Wenn es so kühl bleibt oder noch kühler wird, verstärkt sich das Körnen der Reifen. Und im Rennen straft uns das Energie-Managements unseres Motors mehr als im Training."

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