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Peter Sauber über Heidfeld-Comeback

"Können keinen Knaller erwarten"

Nick Heidfeld Foto: Sauber 22 Bilder

Nick Heidfeld bereitet seine zweite Karriere vor. Die fünf Rennen bei Sauber sind wie eine Probezeit für ihn. Da will er der Formel 1-Welt beweisen, dass er einen Stammplatz verdient. Peter Sauber warnt davor, beim ersten Einsatz die Erwartungen zu hoch zu schrauben.

25.09.2010 Michael Schmidt

Peter Sauber sieht sich bestätigt. Nick Heidfeld feierte im ersten Training ein Comeback als wäre er nie weg gewesen, als hätte es die 14 Rennen Pause nie gegeben. Auf Anhieb fuhr der 33-jährige Mönchengladbacher auf dem Niveau von Teamkollege Kamui Kobayashi. "Einen Knaller konnten wir von Nick am ersten Tag nicht erwarten. Das wäre total falsch, weil gar nicht möglich", stellte der Teamchef fest und schiebt hinterher. "Normalerweise bekommt man vor so einem Einsatz erst mal einen Testtag."

Moderne Formel 1-Autos sind so komplex, dass man sich in sie erst einmal reinarbeiten muss. Da reichen 44 Runden in 180 Trainingsminuten nicht aus. Heidfeld musste sich nicht nur an die Eigenheiten des C29 gewöhnen, er muss auch erst einmal seine Abstimmungsmöglichkeiten ausloten. Und dann fuhr auch noch die mentale Bremse mit, an seinem ersten Arbeitstag nichts kaputtzumachen. Was auf der teilweise noch feuchten Piste eine Leichtigkeit gewesen wäre.

Sauber-Upgrades für Singapur

Singapur ist für ein Comeback in einem Sauber nicht unbedingt die ideale Strecke. Das Auto zeigt immer noch Schwächen beim Ritt über Randsteine, auch wenn sich das Fenster, in dem Abtrieb generiert wird, seit Saisonbeginn deutlich vergrößert hat. In diese Richtung zielt auch die jüngste Ausbaustufe am Sauber. Der Frontflügel erhielt ein neues Hauptblatt, der Unterboden ist von seiner vorderen Lippe bis zum Diffusor neu.

Das liegt an einer Eigenheit, die sich unter dem früheren Technikchef Willy Rampf eingebürgert hatte. Der schwor aus Gründen der Präzision auf einen einteiligen Boden. Sein Nachfolger James Key will ab 2011 die Bodenplatte zweiteilen, um flexibler bei Modifikationen am Diffusor zu sein.

Heidfeld als bekannter Maßstab

Selbst die Ingenieure wissen noch immer nicht genau, wo sie mit dem Sauber C29 wirklich stehen. Deshalb wurde Nick Heidfeld an Bord geholt. Als fixe Größe, als ultimativer Maßstab. "Die Verpflichtung von Nick war ein kalkuliertes Risiko", wirft Sauber ein. "Wenn mit ihm eine Platzverbesserung in der WM herausspringt, dann ist das ein angenehmes Nebenprodukt."

Dass er in den letzten fünf Rennen den schnellsten Heidfeld bekommen wird, den es je gab, ergibt sich schon aus der Situation. Heidfeld fährt um einen Stammplatz im Formel 1-Feld 2011. "Der Nick wird hochmotiviert sein. Das Zuschauen war wie eine Strafe für ihn." Heidfeld sieht sich durch die Verpflichtung bestätigt. "Wenn das Team glaubt, dass ich für sie einen guten Job erledigen kann, ist das ein Kompliment für mich. Hätten sie nichts von mir gehalten, hätten sie mich auch nicht zurückgeholt."

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