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Sauber verschenkt Punkte

"Ich erkannte mein Auto nicht wieder"

Formel 1 GP Abu Dhabi 2013 Nico Hülkenberg Foto: xpb 59 Bilder

Sauber hat ein schnelles Auto. Ein Auto für die Punkteränge. Doch wie zuletzt in Indien verschenkte das Schweizer Team WM-Zähler. Diesmal durch eine Durchfahrtstrafe, die fragwürdig war. Nico Hülkenberg wäre sonst Neunter geworden in einem Auto, das sich ganz anders benahm als im Training.

03.11.2013 Michael Schmidt

Beim GP Indien war es eine Bremsscheibe. In Abu Dhabi eine verfrühte Freigabe für Nico Hülkenberg nach dessen zweiten Boxenstopp. Eine klemmende Radmutter hatte den Stopp um eine knappe Sekunde verzögert. Und schon geriet Sauber in das Fenster, in dem es kritisch wurde, Hülkenberg ohne eine Behinderung des heranbrausenden Sergio Perez loszuschicken.

War die Strafe für Hülkenberg zu hart?

Die Sportkommissare entschieden auf eine gefährliche Aktion. Das bedeutete für Hülkenberg eine Durchfahrtstrafe. Das ist Sauber nicht zum ersten Mal passiert. Beim GP Spanien musste Hülkenberg ebenfalls strafweise durch die Box.

Teammanager Beat Zehnder meinte, dass man diesmal die Strafe nicht unbedingt hätte geben müssen. "Abu Dhabi hat eine breite Boxengasse. Für diese Fälle gilt die Regel, dass zwei Autos nebeneinander rausfahren können. Perez wurde durch Nico nicht behindert. Er musste weder bremsen noch ausweichen. Vielleicht haben die Sportkommissare so hart entschieden, weil Nico aggressiv in die Fast Lane eingebogen ist." Die Strafe kostete Sauber zwei WM-Punkte. "Nico wäre hinter Massa, aber vor Sutil und Perez gelandet", glaubt Zehnder.

"Ein Kampf von der ersten bis zur letzten Runde"

Nico Hülkenberg hatte einen dicken Hals. Zuerst klaute man ihm einen neunten Platz, dann musste er mit Fernando Alonso und Jules Bianchi auch noch zur Dopingprobe. "Zu sagen, dass war großer Mist, wäre milde ausgedrückt. Ich habe heute mein Auto nicht wiedererkannt. In jeder Kurve war die Balance anders. Mal Übersteuern, mal Untersteuern. Das war ein Kampf von der ersten bis zur letzten Runde. Keine Ahnung, was da mit unserem Auto passiert ist." Die rennentscheidende Szene in der Boxengasse hat Hülkenberg als einziger nicht gesehen. "Ich habe erst mitgekriegt, dass Perez neben mir ist, als mir mein Renningenieur ins Ohr gebrüllt hat. Da war es schon zu spät."

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