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Sauber

Von Angriff auf Verteidigungsmodus

Kamui Kobayashi - Sauber - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 24. November 2012 Foto: xpb 63 Bilder

Eigentlich wollte Sauber in Sao Paulo einen letzten Angriff auf Mercedes wagen. Doch aus Platz fünf in der Teamwertung wurde nichts. Stattdessen war die Teamleitung am Ende glücklich, dass man immerhin Force India hinter sich halten konnte.

28.11.2012 Tobias Grüner

Saubers Traum von Platz fünf im Konstrukteurspokal war in Sao Paulo schnell ausgeträumt. Im Chaos von Kurve vier, das durch die Kollision von Bruno Senna mit Sebastian Vettel ausgelöst wurde, ging auch Sergio Perez unter. Erst war der Mexikaner dem havarierten Williams in die Seite gefahren, dann krachte Senna ihm auch noch ins Heck. Ausfall in Runde 1.

Verkorkstes Saisonfinale für Sauber

Kamui Kobayashi, der wie Perez sein letztes Rennen für das Team aus Hinwil fuhr, kam ebenfalls nicht unbeschadet über die Distanz. In der Anfangsphase verlor der Japaner nach einer Kollision mit Mark Webber den Frontflügel. Ein Dreher im Duell mit Michael Schumacher und die falsche Reifenwahl warfen ihn weit zurück. Am Ende landete er immerhin noch auf Rang neun. Die 13 Punkte, die nötigt gewesen wären, um Mercedes in der Teamwertung noch einzuholen, lagen stets außer Reichweite.

"Wir haben den Kampf nicht hier verloren", zeigte sich Sauber-Teammanager Beat Zehnder anschließend enttäuscht. "Ein normales Rennen in Belgien hätte uns schon gereicht. Aber da haben wir in der ersten Runde unverschuldet beide Autos verloren."

Force India schon vorbei an Sauber

Statt Angriff auf Rang fünf hieß die Devise am Sauber-Kommandostand plötzlich, Rang sechs zu verteidigen. Zwischenzeitlich war Force India in Sao Paulo in der Teamwertung schon an den Schweizern vorbeigefahren. In Runde 30 lag Nico Hülkenberg plötzlich an der Spitze, Teamkollege Paul di Resta auf sieben ebenfalls in den Punkten.

Hätte man die Positionen gehalten, wären das 31 Zähler gewesen. Der Rückstand von Force India in der Teamwertung betrug vor dem Rennen 25 Punkte. "Ich habe mir fast in die Hose gepinkelt", gestand Zehnder grinsend. "Das war wirklich Stress pur." Erst die beiden Kollisionen der Force India-Konkurrenz sorgten für Erleichterung.

Sauber fehlt es an Konstanz

Teamchefin Monisha Kaltenborn zog dennoch ein positives Saisonfazit: "Natürlich sind wir im Moment enttäuscht, dass wir den fünften Rang in der Konstrukteurswertung nicht mehr erobern konnten, aber wenn wir die Saison mit ein wenig Distanz betrachten, dürfen wir stolz sein darauf, was wir in diesem Jahr erreicht haben. Wir haben vier Podiumsplätze erzielt und insgesamt 126 Punkte eingefahren, das sind 82 mehr als im vergangenen Jahr - eine beeindruckende Steigerung. Natürlich wissen wir aber auch, dass wir mit mehr Konstanz noch deutlich mehr Zähler hätten einfahren können."

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