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Sauber vs. Mercedes

Keine Geschenke mehr an die Konkurrenz

Sergio Perez GP Korea 2012 Foto: xpb 20 Bilder

Sauber hätte Mercedes in der Teamwertung längst eingeholt, wenn nicht immer wieder Pech und Fehler dazwischen gekommen wären. Teamchefin Monisha Kaltenborn hofft, dass in den letzten vier Rennen keine Geschenke mehr an die Konkurrenz verteilt werden.

23.10.2012 Tobias Grüner

Sauber bringt sich in diesem Jahr selbst um die Lorbeeren der harten Arbeit. Die Punktekurve der Schweizer erinnert an das Bergpanorama rund um die Fabrik in Hinwil. Podiumsplätze und Nullnummer wechselten sich 2012 in schöner Regelmäßigkeit ab. Das einzig konstante an der Ausbeute der Traditionsteams war die Inkonstanz.

An den Ingenieuren liegen die großen Formschwankungen nicht. "Wir haben gesehen, dass das Auto grundsätzlich sehr konkurrenzfähig ist - auf den unterschiedlichsten Strecken und zu unterschiedlichsten Bedingungen", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn stolz.

Doch der große Angriff auf Rang fünf im Konstrukteurspokal musste zuletzt immer wieder verschoben werden. In Spa wurden beiden Piloten in aussichtsreicher Position unverschuldet ins rausgekegelt. In Singapur kam das Safety-Car der Strategie in die Quere. In Suzuka und Korea hatte man Pech mit gelben Flaggen im Qualifying.

Eigene Fehler bringen Sauber unter Druck

Nur Pech lässt Kaltenborn als Entschuldigung aber nicht gelten. "Mal macht das Team einen Fehler, mal macht der Fahrer einen Fehler. Da gab es ganz unterschiedliche Faktoren." Die beiden Piloten verschenkten zuletzt mit ihrer aggressiven Fahrweise wichtige Punkte. Sergio Perez fiel in Suzuka durch einen Fehler im Kampf mit Hamilton aus. Kamui Kobayashi crashte in Korea, als er in Kurve drei etwas zu spät bremste.

"Es ist natürlich schlecht, wenn wir solche Dinge gerade in Situationen wie jetzt erleben, da der Druck von hinten größer wird und wir nur noch vier Rennen haben um den Rückstand nach vorne wettzumachen", blickt Kaltenborn auf die Gesamtsituation.

Die Fehler der Piloten in den letzten Rennen schmerzen besonders. Doch die Fahrer auf Punktesicherung einzustellen ist nach Auskunft der Teamchefin nicht so einfach. "Es ist sehr schwierig einem Fahrer so etwas zu sagen. Am Ende muss er selber wissen: Wenn er gut abschneidet, schneidet auch das Team gut ab. Das ist für beide eine Win-Win-Situation."

Sauber schneller als Mercedes

Obwohl Sauber zuletzt viele Punkte verschenkt hat, blickt man bei Sauber weiter optimistisch nach vorne. Selbst der Korea-Nullnummer kann Kaltenborn noch etwas Positives abgewinnen. "Wir haben gesehen, dass wir selbst auf einer Strecke wie Korea gut liegen im Verhältnis zur vor uns liegenden Konkurrenz."

Wegen der langen Geraden und den engen Kurven hatte man in Yeongam mehr Gegenwehr von Mercedes erwartet. Am Ende gab es aber auch für die Silberpfeile nichts Zählbares. Die studierte Juristin warnt allerdings davor, nur blind auf Platz fünf zu schauen. "Von hinten ist der Druck genauso gewachsen. Wenn wir sagen, dass wir die 20 Punkte nach vorne schaffen können, dann werden unsere Verfolger ebenfalls sagen, dass sie den ähnlich großen Rückstand schaffen können."

Force India hat in Korea acht Punkte aufgeholt und steht nun nur noch 27 Zähler hinter Sauber in Lauerstellung. Das Gefühl, dass man Platz fünf bereits verschenkt habe könnte, lässt Kaltenborn aber nicht aufkommen. "Das kann man jetzt noch nicht sagen. Wir dürfen nicht aufgeben. Es ist noch alles drin. Das wichtigste ist, dass wir am Ende des Jahres sagen: Wir haben alles versucht."

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