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Saubers Kampf um WM-Platz sieben

Ein Punkt zu wenig gegen Toro Rosso?

Sergio Perez Foto: Daniel Reinhard 25 Bilder

Sauber hat sich im Kampf gegen Toro Rosso wieder mit einem Punkt absetzen können. Doch für die Schweizer war in Abu Dhabi mehr drin. Nun muss das Finale in Brasilien die Entscheidung bringen. Auf dem Papier sollte der Kurs in Sao Paulo Toro Rosso wieder besser liegen.

15.11.2011 Tobias Grüner

Peter Sauber reist mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus Abu Dhabi zurück in die Schweiz. Der Teamchef kann zufrieden damit sein, dass der Trend gestoppt wurde und man nicht schon wieder Punkte im Kampf um WM-Platz sieben gegen Toro Rosso verloren hat. Dabei geht es um rund vier Millionen Euro an Prämiengeldern aus den Töpfen von Bernie Ecclestone. Am Ende könnte der eine Zähler für Platz zehn von Kamui Kobayashi aber zu wenig sein.

Perez im Pech, Kobayashi zu langsam

"Wenn man das ganze kritisch betrachtet, dann hätten es auch drei Punkte sein können", sagte Sauber etwas zerknirscht nach dem Rennen. "Sergio Perez streift sich in der ersten Runde seinen Frontflügel am Heck von Sutil ab und muss zum Boxenstopp. Die Strategie ist natürlich im Eimer. Er ging dann gleich auf harte Reifen und fuhr quasi eine Einstopp-Strategie. Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass die Rundenzeiten danach wieder sehr schnell waren."

Mit Kamui Kobayashi war der Schweizer nicht zufrieden, obwohl der immerhin für den einzigen WM-Punkt an diesem Tag verantwortlich war. "Kamui fährt etwas zu weit hinten los. Das muss nicht sein, denn das Auto geht ja eigentlich ganz gut", beginnt Sauber seine Analyse. "Auf den harten Reifen war er zu Beginn außerdem viel zu langsam. Deshalb mussten wir ihn zu früh reinholen. Bei seinem zweiten Stopp verliert dann noch ein Mechaniker eine Radmutter. Da waren auch wieder drei Sekunden weg."

Toro Rosso wieder stärker in Brasilien

Die verpassten Chancen ziehen sich bei Sauber wie ein roter Faden durch die Saison. Das begann schon beim Saisonauftakt in Australien, als beide Fahrer ihre Punkte aberkannt bekamen. Die FIA-Kommissare hatten illegale Abmessungen am Heckflügel bemängelt. In Abu Dhabi verschenkte man nach Berechnungen von Sauber erneut drei Punkte: "Di Resta war für beide locker in Reichweite, wenn alles normal gelaufen wäre."

Nun muss die Entscheidung zwischen Sauber und Toro Rosso im letzten Rennen in Sao Paulo fallen. "Die Strecke sollte unserem Auto deutlich besser liegen", gibt sich Toro Rosso-Teamchef Franz Tost zuversichtlich. Auf dem flüssigen Kurs in Interlagos kann der STR6 seine Stärken in puncto angeblasener Diffusor besser ausspielen, als auf der eckigen Stop-and-Go-Strecke in Abu Dhabi.

Verhindert Force India den Showdown?

Vielleicht kann Sauber aber auf Schützenhilfe von Force India hoffen. Das Team von Vijay Mallya war in Abu Dhabi vom Speed her klar die Nummer fünf. Auch Peter Sauber weiß: "Es ist nicht einfach überhaupt Punkte zu machen. Normalerweise sind die ersten Plätze vorne ziemlich belegt. Da muss man schon froh sein, wenn man überhaupt etwas mitnimmt." Schreiben beide Teams einen Nuller, gewinnt Sauber das Duell mit einem Zähler Vorsprung.

Aber selbst wenn Sauber am Ende Toro Rosso hinter sich lassen sollte, kann das die verkorkste Saison nicht mehr retten. "Wenn wir das Jahr auf Platz sieben beenden, dann sind wir nicht zufrieden, weil wir unser Ziel Platz sechs nicht erreicht haben."

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