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Sauber vs. Van der Garde

Einigung in letzter Sekunde

Giedo van der Garde - Sauber - Formel 1 - GP Australien - 13. März 2015 Foto: xpb 39 Bilder

Der Prozess im Fall Sauber gegen Giedo van der Garde ist ohne Urteil beendet worden. Die beiden Parteien haben sich geeinigt, bevor der Richter eine Entscheidung treffen konnte. Damit ist die Gefahr abgewendet, dass Sauber-Teameigentum in Melbourne gepfändet wird.

14.03.2015 Tobias Grüner

Der Sauber-Streit ist vorerst beendet. Giedo van der Garde hat sich mit dem Rennstall außergerichtlich geeinigt. Dem Team aus Hinwil wurde vorgeworfen, den niederländischen Piloten absichtlich und rechtswidrig von einem Einsatz in der Formel 1 abgehalten zu haben.

Durch den Deal muss Sauber nun keine rechtlichen Konsequenzen mehr fürchten. Als mögliche Strafe standen eine Geldbuße oder eine Pfändung von Teameigentum im Raum. Der Anwalt von Van der Garde hatte sogar eine Gefängnisstrafe für Teamchefin Monisha Kaltenborn beantragt.

Van der Garde einigt sich außergerichtlich mit Sauber

Diese Drohkulisse hat offenbar gewirkt. Am Abend nach der ersten Anhörung haben sich die beiden Parteien mit ihren Anwälten zusammengesetzt und sind zu einer Einigung gekommen. Am Samstagfrüh verkündete der Richter des Supreme Courts des Bundestaates Victoria, dass der Prozess damit beendet sei.

Wie der Deal genau aussieht, ist noch nicht bekannt. Der erste Richterspruch vom Mittwoch ist von der Einigung im zweiten Verfahren übrigens nicht betroffen. Das heißt: Van der Garde hat immer noch einen rechtlichen Anspruch auf einen Platz als Stammfahrer im Team. Sauber muss ihm ein Cockpit zur Verfügung stellen.

Da Van der Garde für Melbourne noch keine FIA-Superlizenz erhalten hat, dürfen Marcus Ericsson und Felipe Nasr beim Saisonstart zunächst noch antreten. Spannend wird es, wie die Fahrerpaarung beim nächsten Rennen in 2 Wochen in Malaysia aussehen wird.

Weitere Gespräche nach dem Rennen in Melbourne

In einer ersten Stellungnahme erklärte Van der Garde: "Aus Respekt vor dem Motorsport und der Formel 1 im Besonderen habe ich mich entschlossen, meinen rechtlichen Anspruch auf einen Start dieses Rennwochenende in Melbourne aufzugeben. Ich bin ein leidenschaftlicher Rennfahrer, deshalb fiel mir diese Entscheidung nicht leicht. Allerdings respektiere ich auch die Interessen der FIA, von Sauber Motorsport sowie die Interessen von Nasr und Ericsson."

"Mein Management wird Anfang kommender Woche weitere Gespräche mit Sauber führen, um eine gemeinsame, akzeptable Lösung für die laufende Saison zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass eine solche Lösung möglich ist. Ich werde die Medien darüber informieren, wenn es soweit ist."

Auch Sauber bestätigte die erste Einigung in einem Statement und kündigte weitere Verhandlungen an: "Wir sind mit Giedo van der Garde überein gekommen, dass er auf einen Einsatz beim GP Australien verzichtet und das Team den ursprünglichen Plan einhalten kann. Das Team ist hier in Australien, um ein Rennen zu fahren und darauf konzentrieren wir uns jetzt. Im Laufe der kommenden Woche wird es weitere Informationen geben."

Peter Sauber reist nach Melbourne

Teamchefin Kaltenborn hatte am Freitag (13.3.2015) in einer Pressekonferenz zugegeben, dass der gesamte Streit "große negative Auswirkungen" auf den Rennstall habe. Mittlerweile ist übrigens auch Teamgründer Peter Sauber in Melbourne eingetroffen. Man kann für den Traditionsrennstall nur hoffen, dass diese Krise gut und schnell überstanden wird.

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