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Sauber wieder ohne Punkte

„Wissen, wo wir ansetzen müssen“

Pascal Wehrlein - Formel 1 - GP Bahrain 2017 Foto: Wilhelm 32 Bilder

Sauber begann die Entwicklung des C36 aufgrund finanzieller Einschränkungen spät. Das rächt sich jetzt. Die positiven Seiten des Autos können die Schwächen nicht aufwiegen. Teamchefin Monisha Kaltenborn bleibt trotzdem optimistisch.

21.04.2017 Andreas Haupt

Die Bilanz ist verheerend. In 62 Rennen der Hybridformel, wie sie seit 2014 besteht, hat Sauber 52 Mal nicht gepunktet. Auch in den ersten drei Saisonrennen 2017 ging der Schweizer Traditionsrennstall leer aus. Pascal Wehrlein schnupperte als Elfer in Bahrain immerhin an einem zählbaren Erfolgserlebnis. Teamchefin Monisha Kaltenborn hielt fest: „Es war ein gutes Rennen für uns.“

Es hatte sich schon bei den Testfahrten abgezeichnet. Wenn der McLaren MCL32 ohne technische Gebrechen läuft, was er selten tut, ist der Sauber C36 das langsamste Auto im Feld. En mangelt dem Rennwagen vor allem an Anpressdruck. Deshalb muss das Team bei der Strategie andere Wege gehen. In China hatte man das Risiko noch gescheut. Statt es Carlos Sainz nachzumachen, und mit Trockenreifen in die Startphase zu gehen, war Sauber dem Rest des Feldes gefolgt.

Sauber nicht so kugelsicher wie erhofft

In Bahrain wählte man einen anderen taktischen Ansatz. Die Strategen polten Wehrlein und Marcus Ericsson auf ein Einstopprennen. „Uns war klar, dass wir den anderen nicht hinterher rennen dürfen, sondern etwas anderes machen müssen“, sagte Kaltenborn. Der eine begann mit Supersofts und wechselte in Runde 11 auf die weichen Sohlen. Sauber taktierte richtig. Der andere ging den umgekehrten Weg. Ericsson hielt bis Runde 33 mit Soft durch, um dann auf die rotmarkierten Pirellis umzusatteln. Ohne Erfolg. Es haperte an Geschwindigkeit. Zu allem Überfluss verabschiedete sich das Getriebe.

Pascal Wehrlein - Sauber - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain - Mittwoch - 19.4.2017 Foto: sutton-images.com

Womit wir bei einem der Probleme wären. Eigentlich lautete die Sauber-Marschroute vor Saisonbeginn: Wir müssen sattelfest sein, um in den ersten Rennen zu punkten. Mit dem bekannten 2016er Ferrari-Motor wähnte sich Sauber auf dem richtigen Weg. Man hatte sich erhofft, dass die Konkurrenz mit neuen Antriebseinheiten womöglich in Zuverlässigkeitsprobleme schlittert, und man daraus Profit schlagen könne. Allerdings zeigt sich der C36 selbst nicht so kugelsicher wie erhofft. In Australien war Ericsson beretis an der Hydraulik gescheitert.

Für die heißeren Temperaturen in Bahrain musste Sauber sein Kühlpaket neu justieren. Dem Auto wuchsen auf der Carbon-Motorhaube kleine Ohren. „Damit versorgen wir den Ladeluftkühler mit frischer Luft“, erklärte Technikchef Jörg Zander. „Mit unserem ursprünglichen Kühlpaket wären wir bei der Hitze nicht hingekommen.“

Barcelona-Upgrade muss wirken

Teamchefin Kaltenborn will aus den ersten drei Rennen keinen generellen Trend ableiten. Geschweige denn die Saison abhaken. „Das waren drei Schnappschüsse. Wir haben Potential im Auto. Wir müssen noch ein paar Sachen besser verstehen. Aber wir wissen, wo wir ansetzen müssen.“ Sauber muss aufholen. Immerhin spendierte die Technik-Abteilung dem C36 in China und Bahrain die ersten Updates: kleine Flügelchen für die Karosserie und neue Leitbleche unter der Nase. Das war im letzten Jahr mit den beschränkten Finanzen noch ganz anders gewesen.

Und das Auto ist nicht in allen Disziplinen schwach. Das Reifenmanagement beherrscht Sauber relativ gut, wie Zander berichtet. Zumindest mit Pascal Wehrlein am Steuer. Die weichen Reifen hielten am Auto mit der Startnummer 94 über 46 Runden durch. „Wir hatten über weite Phasen des Rennens das Reifenmanagement im Griff.“ Obwohl Sauber nicht die Tools der Spitzenteams hat, über die Bremsenergie, die Bremsabwärme und das Bremsmapping die Reifen immer optimal zu konditionieren.

Eine weitere positive Eigenschaft des C36: Das Auto agiert auch mit mehr Wind und unter wechselnden Witterungsverhältnissen stabil. Jetzt muss die Aerodynamik verbessert werden. Das erste große Update kommt in Barcelona. Es muss zünden. Sonst droht Sauber in der 25. F1-Saison die zweite Nullrunde.

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