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Schadensanalyse bei Mercedes

Defektteufel einziger Gegner

Lewis Hamilton - GP Deutschland 2014 - Danis Bilderkiste Foto: Daniel Reinhard 22 Bilder

Mercedes hat in diesem Jahr nur einen Gegner. Es ist der Defektteufel. Zuletzt ist viel passiert. Die MGU-K Misere in Montreal, ein Motorschaden im freien Training in Silverstone, Nico Rosbergs Getriebedefekt im Rennen und die gebrochene Bremsscheibe von Lewis Hamilton in Hockenheim. Für fast alle Schäden gibt es Erklärungen.

25.07.2014 Michael Schmidt

Mercedes kann sich in diesem Jahr nur selbst ein Bein stellen. Der größte Feind von Nico Rosberg und Lewis Hamilton ist der Defektteufel. Beim GP Kanada kostete ein überhitztes Steuergerät für die MGU-K den Sieg. Zwei Wochen später beim GP Österreich hätte das gleiche Missgeschick noch einmal auftreten können, hätte man nicht dramatisch die Leistung der MGU-K heruntergefahren. Inzwischen wurden neue Grenzwerte für die Temperaturen und die Arbeitszyklen festgelegt und die Kühlung verbessert.

Motor wieder zum Leben erweckt

Im freien Training zum GP England gab es den nächsten Alarm. Lewis Hamilton rollte mit einem Motorschaden aus. Mercedes glaubte vielmehr, dass es ein Motorschaden war. Doch das Triebwerk wurde wieder zum Leben erweckt und im freien Training zum GP Ungarn in das Kontingent der fünf Antriebseinheiten von Hamilton zurückgeführt. "Der Motor hat überlebt und darf jetzt an den Freitagen seinen Dienst verrichten", atmete Motorenchef Andy Cowell auf. Einzige Änderung: Die MGU-K hat einen verstärkten Antrieb. Ein Zahnrad musste umkonstruiert werden. Alle Motoren, die bis dahin noch nicht von der FIA versiegelt wurden, bekamen das verstärkte Teil.

Auch Nico Rosbergs Getriebeschaden ist geklärt. Die Schaltwalze lief nicht rund. Das erzeugte so lang Reibung, bis sie festging. Nach Silverstone wurden alle Aktuatoren begradigt. Es war ein Defekt, der vermieden hätte werden können. Schon in Montreal gab es Anzeichen durch übermäßige Abnutzung der Schaltwalze. Force India hatte aus dem gleichen Grund einen identischen Defekt wie später Rosberg.

Bremsscheiben-Defekt noch ungeklärt

Noch nicht geklärt ist dagegen der Bruch der rechten vorderen Bremscheibe am Auto von Lewis Hamilton im Abschlusstraining zum GP Deutschland. Mercedes und Brembo beteuerten in einer Pressemitteilung, dass man weiter an der Aufklärung des Schadens arbeite.

Kleine Notiz am Rand:. Nach dem Fahrradunfall einiger Mercedes-Mitarbeiter, die für Teamchef Toto Wolff mit Brüchen am Handgelenk, dem Ellbogen, der Schulter und des Schlüsselbeins endeten, gilt ein Fahrradverbot im Team. "Wir bringen gar keine Räder mehr zur Strecke. Ich kann in meiner Rolle als Chairman diese Entscheidung der Teamleitung nur unterstützen. Wir sind ja hier nicht bei der Tour de France", lachte Niki Lauda. Er hatte an der verhängnisvollen Fahrradtour erst gar nicht teilgenommen.

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