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Schäden von Monza

BMW tippt auf faule Motoren-Serie

GP Italien 2009 Foto: BMW-Sauber 36 Bilder

Es war eine schwarze Qualifikation für BMW. Innerhalb von drei Minuten hauchten zwei Motoren ihr Leben aus. Teamchef Mario Theissen hält eine faule Serie einer bestimmten Komponente für möglich. Beide Piloten haben nun nur noch ein frisches Aggregat übrig.

12.09.2009 Michael Schmidt

Es war fast eine Doublette. Nick Heidfeld parkte seinen BMW links am Ende der Zielgeraden. Robert Kubica stellte sein Auto 200 Meter weiter vorne auf der rechten Seite ab. Beide BMW-Piloten mussten ihre Autos mit Motorplatzern abstellen.

Beide Triebwerke waren am Samstagmorgen eingebaut worden und hatten ungefähr die gleiche Laufleistung auf der Kurbelwelle. Das Aggregat von Kubica hatte 17 Kilometer länger gehalten. Teamchef Mario Theissen sah anhand der Daten auch den gleichen Schadensverlauf.

Fehlerhaftes Bauteil im V8?

"Das lässt folgende Schlüsse zu. Es handelt sich um das gleiche fehlerhafte Bauteil. Es könnte sich um eine faule Serie halten, was die wahrscheinlichere Lösung ist. Bei einem Montagefehler wäre es schon ein großer Zufall, wenn der zwei Mal auftritt."

Mit diesen Motorschäden bleiben Heidfeld und Kubica je ein frisches Triebwerk in ihrem Kontingent aus acht Motoren. BMW wird den letzten Motor aber im Transporter lassen. Stattdessen kommen Motoren älteren Datums ins Auto. Theissen: "Sie haben so zwischen 1.000 und 1.500 Kilometer drauf, und wir können sicher sein, dass dieses Problem bei den Motoren nicht auftritt, da sie die kritische Distanz ja bereits überschritten haben."

Spa-Motor muss in Monza ran

Im Fall von Heidfeld muss der Spa-Motor ins Fegefeuer von Monza. Der Einsatz der letzten frischen Triebwerke wäre nicht ratsam. "Sie könnten ja das gleiche Problem in sich tragen wie die beiden geplatzten Aggregate", erklärte Theissen.

Um das auszuschließen werden kommende Woche die beiden Unglücksmotoren in München inspiziert, um dann diese Erkenntnisse in die neuen Triebwerke zu übertragen. So lange ein Motor noch keinen Meter gelaufen ist, darf er modifiziert werden, wenn es sich dabei um Maßnahmen zur Sicherung der Standfestigkeit handelt.

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