Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Schicksalsrennen für Ferrari

Wann ist das Ergebnis so gut wie das Auto?

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Kanada - Montreal - 9.6.2016 Foto: xpb 132 Bilder

Ferrari hat sich bislang unter Wert verkauft. In Montreal erwartet Sebastian Vettel von einem neuen Turbolader und Modifikationen am Auto einen Schritt vorwärts. Und er hofft, endlich mal auf ein Wochenende ohne Probleme. "Dann sind wir auch wieder der erste Verfolger von Mercedes."

09.06.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Mal war es die Qualifikation, mal die Strategie, mal eine Kollision, mal einfach nur widrige Umstände. Bislang lief keines der ersten sechs Rennen nach Maß. Bei Ferrari weiß man nur eines: Wir sind besser als unsere Ergebnisse. Sebastian Vettel wundert sich deshalb über den Druck, der von außen entsteht. "Wir wissen aus der Innenansicht, was schief gelaufen ist. Da suchen wir auch keine Ausreden. Trotzdem wundert es uns, dass es von außen so aufgebauscht wird. Wir sind nicht so schlecht, wie wir gemacht werden."

Der vierfache Weltmeister verweist darauf, dass die letzten Ergebnisse mit Glück und Geschick auch besser hätten ausfallen können. "Wenn wir uns in Barcelona besser qualifizieren, dann gewinnen wir das Rennen. Und wenn ich in Monte Carlo gleich an Massa vorbeikomme, fahre ich um Platz 1 und nicht um Platz 4."

Vettel will den GP Kanada nicht als Schicksalsrennen bezeichnen. Und doch fällt Montreal in diese Kategorie. Nicht weil die WM schon verloren wäre, wenn man auch hier nicht Mercedes und Red Bull schlägt. Danach gibt es immer noch 14 Rennen, um einen Punkterückstand wettzumachen. Doch Ferrari muss sich in Kanada zwei Dinge beweisen. Erstens: Dass man ein Rennen ohne Probleme über die Bühne bringen kann. Und dass die Technik-Neuheiten einen Fortschritt bringen.

Ferrari sieht sich als ersten Mercedes-Verfolger

Sebastian Vettel ist zuversichtlich, dass beides funktionieren kann. Der neue Turbolader wird Ferrari helfen, die Maximalleistung öfter abzurufen und die Rekuperation über die MGU-H besser zu nutzen. Zwei Token wurden dafür eingelöst. Auch am Fahrzeug wird es Modifikationen geben. Eine neue Nase ist nicht dabei. Das Team, das eine verkürzte Nase vor einigen Wochen gecrasht hat war Red Bull (--> siehe Story).

In den letzten beiden Rennen hatte Red Bull Ferrari den Rang als Herausforderer von Mercedes abgelaufen. Vettel sieht das nur als Momentaufnahme: "Vom Resultat her ja. Aber wenn ich mir den Speed der Autos anschaue, bin ich mir sicher, dass wir immer noch der erste Verfolger von Mercedes sind." Vettel sagt aber auch: "Wo wir im Moment stehen, war es nötig einen Schritt vorwärts zu machen, um Druck auf die Spitze ausüben zu können."

Wenn der GP Kanada ein Schicksalsrennen ist, so Vettel, dann waren es auch schon die Rennen davor. "Es gibt ja Gründe dafür, dass wir nicht das zeigen konnten, was wir drauf haben. Einige standen in unserer Macht, andere nicht. Wir haben aggressiv versucht, die Lücke zu Mercedes zu schließen. Dafür haben wir auch einen Preis bezahlt. Und das müssen wir jetzt abstellen."

Trotz 46 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Nico Rosberg hat Vettel den WM-Titel noch lange nicht abgeschrieben. "Ich glaube an das Team, und ich glaube an unsere Chance. Und zwar in diesem Jahr. Täte ich es nicht, könnte ich gleich zuhause bleiben. Ich habe auch letztes Jahr bis zuletzt an meine Titelchance geglaubt. Auch wenn die Papierform dagegensprach. Aber wenn ich alles immer nur an der Papierform festmache, muss ich erst gar nicht aufstehen."

Neuester Kommentar

Wenn, wenn, wenn... das zählt alles nicht. Nur die Ergebnisse zählen.

TomAndMir 10. Juni 2016, 13:48 Uhr
Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden