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Böse Schlappe für Ferrari

Vettel verbreitet Optimismus

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Russland - 30. April 2016 Foto: Wolfgang Wilhelm 23 Bilder

Der Abstand zwischen Mercedes und Ferrari wird größer statt kleiner. Sebastian Vettel trennten 0,706 Sekunden von Nico Rosberg auf der Pole Position. Trotzdem verbreitet der Ferrari-Pilot Optimismus. Um sein angeschlagenes Team aufzurichten.

30.04.2016 Michael Schmidt

Ferrari schafft einfach kein Grand Prix-Wochenende ohne Probleme. Wieder trifft es Sebastian Vettel. Der Deutsche startet wegen eines Getriebewechsels vom siebten statt vom zweiten Platz. Nach Aussage von Ferrari ein Folgeschaden der Startkollision in Shanghai. Inzwischen ist auch geklärt, wie ein Getriebe kaputtgehen kann, wenn man den Gegner nur mit dem Vorderrad trifft. "Ich war kurz in der Luft", erklärt Vettel. Aus Ferrari-Technikkreisen ist zu hören, dass ein Schaltmanöver bei der Landung das Getriebe beschädigt hat.

Abstand zu Mercedes wird größer

Bis jetzt konnte sich Ferrari auf eine Serie von unglücklichen Zwischenfällen herausreden, wenn man die Niederlagen gegen Mercedes erklären musste. Der Gegner lieferte auch noch Schützenhilfe. "Wir kennen immer noch nicht die wahre Stärke von Ferrari", warnte Nico Rosberg vor dem Sochi-Wochenende.

Im Training selbst lief bei Ferrari alles nach Plan. Das Ergebnis brachte die Ernüchterung. Ferrari war so weit von seinem Gegner weg wie noch nie. Bislang pendelte sich der Abstand zwischen drei und sechs Zehnteln ein. Diesmal fehlten Vettel 0,706 Sekunden. Dabei musste Rosberg seinen letzten Versuch wegen eines Verbremsers in Kurve 13 abbrechen. Bis dahin lag er bereits deutlich unter seiner besten Zeit.

Arrivabene gibt Fehler zu

Rosberg führt den großen Vorsprung darauf zurück, dass Mercedes möglicherweise die Reifen besser in ihr Temperaturfenster gebracht hat. "Wir konnten sie sofort anzünden." Das kann einen Unterschied von drei bis fünf Zehntel ausmachen. Doch sagte Vettel nicht, er sei mit seinem Ferrari hoch zufrieden gewesen. "Das Auto fühlte sich gut an."

Anderseits muss es Ferrari nervös machen, dass der revidierte Motor nicht dazu beigetragen hat, auf Mercedes aufzuholen. Sochi ist eine Motorenstrecke. Doch der erhoffte Power-Sprung blieb aus. Auch wenn Ferrari mit 339,0 km/h die Topspeed-Rangliste anführte. Vettel sagte nur: "Wir bringen den neuen Motor, weil er besser ist. Geht also davon aus, dass es sich auf der Strecke auch so angefühlt hat."

Formel 1 kein Kindergeburtstag

Kritik, dass Ferrari zurückfällt statt aufholt lässt Vettel nicht gelten: "Das ist zu negativ gedacht. Wir hatten bis jetzt nur schwierige Wochenenden. Das erste Rennen in Melbourne hätten wir unter anderen Umständen auch gewinnen können. Der Speed am Sonntag ist gut und stets besser als in der Qualifikation. Deshalb rechne ich mir auch in Sochi gute Chancen aus nach vorne zu kommen. Wir sind schneller als die Autos vor uns." Bis auf den Mercedes von Rosberg, um präzise zu sein.

Die Formel 1 sei eben kein Kindergeburtstag, meint Vettel: "Mercedes schlägst du nicht so einfach. Die sind ein verdammt gutes Team." Ferraris Nummer eins macht nicht ohne Grund gute Stimmung. Der Druck aus der Zentrale wird immer größer, je länger die gewünschten Ergebnisse ausbleiben. Unter Druck passieren Fehler.

Arrivabene gibt Fehler zu

Teamchef Maurizio Arrivabene gab gegenüber dem italienischen TV-Sender Sky zu, dass man sich in riskante Entwicklungen habe treiben lassen: "Es gibt nicht einen einzelnen Punkt, in dem wir uns verbessern müssen. Wir wollen in allen Bereichen besser werden. Aber natürlich ist der Motor die Seele des Autos, und hier riskieren wir gerade eine ganze Menge. Vielleicht zu viel. Und das ist meine Schuld."

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