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Schlappe für Ferrari in Austin

Alonso sieht die Strecke nicht mehr

Fernando Alonso - GP USA 2014 Foto: Ferrari 42 Bilder

Die USA sind der wichtigste Markt für Ferrari. Doch Austin meinte es nicht gut mit den roten Autos. Fernando Alonso erzielte mit Platz 6 das Maximum, was mit dem Ferrari F14T auf dieser Strecke möglich war. Kimi Räikkönen kam nicht einmal in die Punkte.

05.11.2014 Michael Schmidt

Ferrari steckte eine weitere Schlappe ein. Platz 6 in Sotschi, Platz 6 in Austin. Mehr ist derzeit nicht drin. Mit einem anderen Fahrer als Fernando Alonso im Cockpit würde das Ergebnis vermutlich noch armseliger ausfallen. Kimi Räikkönen ist das beste Beispiel. Der Finne kam auf Platz 13 noch nicht einmal in die Punkteränge.

Ferrari hat seit der Sommerpause in sechs Rennen nur 54 Punkte geholt. Williams kam im gleichen Zeitraum auf 103 Zähler. McLaren war mit 50 Punkten kaum schlechter. Ferrari konnte sich bei Fernando Alonso für die acht Punkte bedanken. Der Spanier war wieder einmal besser als sein Auto.

"Fernandos Mittelabschnitt mit den harten Reifen war unglaublich. Er fuhr 27 Runden mit einem Satz und wurde immer schneller", lobte Lotus-Chefingenieur Alan Permane. Der lange zweite Stint war die Basis dafür, für die letzten 13 Runden die weichen Reifen aufzuziehen.

Alonso gibt Motor die Schuld

Alonso beschrieb sein Rennen mit mürrischem Gesicht. "Der Start war gut. Dann habe ich die ersten fünf Autos schnell aus den Augen verloren. Ich hatte einfach nicht ihren Speed. Um uns nach hinten zu verteidigen, mussten wir eine andere Strategie fahren als unsere Gegner. Die Boxenstopps waren perfekt getimt." Alonso hatte für die dezente Vorstellung den Motor im Verdacht. Die hohen Laufleistungen der vier Exemplare, die er noch hat, kosten PS.

Im Verlauf des Rennens traf sich Alonso drei Mal mit Sebastian Vettel – also dem Mann, der 2015 sein Cockpit bei Ferrari einnehmen soll. Alle drei Mal behielt Alonso die Oberhand, was auch daran lag, dass er bei den ersten beiden Duellen die besseren Reifen hatte.

Zum Schluss aber wurde es eng. Vettel ging nur 0,5 Sekunden hinter ihm ins Ziel. Alonso verlor in den letzten acht Runden 27 Sekunden. "Ich bekam wahnsinnige Vibrationen, habe kaum mehr die Straße gesehen. Als man mir gesagt hat, dass Vettel mit frischen Reifen durch die Gruppe hinter mir durch ist, musste ich in der letzten Runde die Vibrationen vergessen und noch einmal voll ans Limit.

Räikkönen scheitert an alten Problemen

Alonso warnt sein Team davor, in den letzten Rennen die Hände in den Schoß zu legen: "Wir müssen wachsam sein. Auch der vierte Platz in der Konstrukteurs-WM ist nicht sicher. McLaren hat zuletzt starke Rennen gezeigt." Der Ferrari war in Austin eine wandelnde Baustelle. Vollgestopft mit Entwicklungsteilen. Kimi Räikkönen zum Beispiel probierte eine neue Hinterradaufhängung mit mehr Sturz-Variabilität aus. Sie sollte mehr Traktion bringen.

Doch Räikkönen fuhr nach dem ersten Boxenstopp nur noch rückwärts. Der Finne klagte über starke Reifenabnutzung und zu wenig Grip auf der Vorderachse. Das erforderte einen dritten Boxenstopp. Räikkönen kam nicht einmal in die Punkte.

Teamchef Marco Mattiacci nahm ihn in Schutz: "Wir müssen Kimi helfen, dass er sein Auto besser spürt. Dazu müssen wir das Problem des Untersteuerns lösen. Das bremst ihn." Auf die Frage eines spanischen Journalisten, ob Alonso der beste Fahrer im Feld sei, gab Mattiacci gequält zurück: "Einer der besten." Der Spanier hat im Team nicht mehr so viele Fans, seit er den Transfer von Vettel blockiert.

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